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Chinas „Walking Dead“: Ein Buch gibt Einblick in die schreckliche Welt der KPCh-Beamten

Das Buch „Who Are China’s Walking Dead?“ wurde von Kay Rubacek geschrieben. (Bild: Bildschirmfoto / YouTube)

„Who Are China’s Walking Dead?“ ist ein kürzlich erschienenes Buch der Dokumentarfilmerin Kay Rubacek von Swoop Films. Und nein, das Buch hat nichts mit der beliebten Comic- und Fernsehsendung The Walking Dead zu tun. Stattdessen gibt uns das Buch einen Einblick in das Leben von Beamten der Kommunistischen Partei Chinas (KPCh), von denen sich einige „Walking Dead“ nennen, ein Begriff, der darauf hinweist, dass sie in dieser Welt ohne einen eigenen Willen funktionieren.

Das Buch

Die Idee, „Who Are China’s Walking Dead?“ zu schreiben, kam Rubacek in den Sinn, als sie ehemalige KPCh-Beamte für ihren Film „Finding Courage“ interviewte. Sie war schockiert, als sich einige der Beamten „Walking Dead“ nannten.

Ein Arbeitslagerleiter enthüllte, dass die Welt der KPCh-Beamten dunkel und extrem grausam ist. Ein Propagandabeauftragter gab zu, dass sie ihre Arbeit in dem Wissen getan hatten, dass die von ihnen verbreitete Propaganda weit von der Realität entfernt war. Ein Richter stellte fest, dass viele chinesische Funktionäre einen dysfunktionalen Geisteszustand haben, in dem sie jeden Tag so tun müssen, als seien sie jemand anderes. 

Ein chinesischer Diplomat bemerkte, das Gesetz gelte nur für Menschen, die der Unterschicht angehören und keine mächtigen Verbindungen haben. Ein hochrangiger Offizier erklärte, in der Partei zu sein, bedeute, gezwungen zu sein, Lügen zu erzählen. Tatsächlich glaubt er, dass es unmöglich ist, in der Partei zu sein und nicht zum Lügner zu werden. Darüber hinaus wurden für das Buch mehrere weitere ehemalige Parteimitglieder interviewt, von denen jedes einzelne die schreckliche Welt der KPCh-Bürokratie enthüllt.

Kay Rubacek wurde 2001 von der KPCh wegen des „Verbrechens“ verhaftet, für die Menschenrechte einzutreten. (Bild: Bildschirmfoto / YouTube)

Rubacek verwebt ihre Geschichten mit durchgesickerten KPCh-Dokumenten und Direktiven und schafft so einen fesselnden und überzeugenden Einblick in das, was die Aktionen der Kommunistischen Partei antreibt – wie KPCh-Funktionäre an die Macht kommen und fallen und wie die Kultur der Partei das Leben der chinesischen Bürger beeinflusst und verändert hat.

Rubacek selbst hat eine Geschichte des Konflikts mit dem Kommunismus hinter sich. Ihre Großeltern flohen aus dem kommunistischen Russland, um sich in China niederzulassen, nur um 1945 erneut vor dem Kommunismus zu fliehen. Die Familie ihres Mannes floh 1984 vor der kommunistischen Herrschaft in der Tschechoslowakei. Rubacek wurde 2001 vom chinesischen kommunistischen Regime wegen des „Verbrechens“ des Eintretens für die Menschenrechte verhaftet.

Flucht vor der KPCh

Einer der Befragten, der ehemalige Arbeitslagerleiter Guangsheng Han, erinnert sich, wie er unwissentlich Teil der brutalen Folter eines 15-jährigen Mädchens in einer kriminellen Einrichtung geworden war. Er versuchte, das System von innen heraus zu verändern, scheiterte jedoch am Ende und verließ schließlich das Land, da er nicht länger Teil der Brutalität des Regimes sein wollte. Han hatte erkannt, dass er „nur eine winzige Ameise“ war: „Ich konnte absolut nichts ändern“.

Eine Gruppe von Menschen, die am 13. Mai, dem Welt Falun-Gong-Tag, in Frankreich die Falun-Gong-Übungen im Freien durchführen. Ein KPCh-Beamter namens Fengjun Hao verweigerte die Befehle seiner Vorgesetzten, über die Verfolgung von Falun Gong zu lügen. (Bild: Bildschirmfoto / YouTube)

Fengjun Hao war während seiner Zeit bei der KPCh ein Agent der nationalen Sicherheit. In dem Buch erzählt Hao, wie er von den Behörden verhaftet und einen Monat lang inhaftiert wurde, weil er nicht bereit war, zu lügen. Er wurde von seinen Vorgesetzten aufgefordert, gegenüber den KPCh-Medien über die Verfolgung von Falun Gong zu lügen. Während seiner Haftzeit wurde seiner Familie von Beamten mitgeteilt, dass Hao auf einer Geschäftsreise sei.

Während seiner Karriere traf Hao zahlreiche Falun-Gong-Praktizierende in Arbeitslagern und Gefängnissen, was ihn zutiefst schockierte. Hao merkte bald, dass er nicht unter einem solch repressiven Regime leben konnte und um dem Zustand eines „Walking Dead“ zu entfliehen zog er schließlich weit weg von China.

Der Englischer Originaltitel erschien auf visiontimes.com.

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