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Chinesische Virologin flüchtet aus Hongkong um „der Welt die Wahrheit über COVID-19 zu erzählen“

Dr. Yan verließ ihren Mann und ihre Heimat, um in den USA frei über die selbst erlebten Ereignisse zu Beginn des Corona-Ausbruchs in China zu berichten. (Bild: youtube/screenshot)

Die Wissenschaftlerin Dr. Li-Meng Yan arbeitete zur Zeit des COVID-19 Ausbruchs im Referenzlabor der Weltgesundheitsorganisation (WHO) der University of Hong Kong und gehörte zu jenen Wissenschaftlern, die als erste das neuartige Virus erforschten.  Nun erhebt sie schwere Vorwürfe gegen das chinesische Regime und die WHO, wertvolle Informationen mit Absicht vertuscht zu haben. Sie wolle nun „der Welt die Wahrheit über den COVID-19 Ausbruch“ erzählen.

Die als Post-Doc arbeitende Wissenschaftlerin Dr. Li Meng Yang floh im April von Hongkong in die USA, nachdem sie Informationen über den Virusausbruch an den in den USA lebenden Blogger Lu Deh weitergab. Obwohl ihre Familie in Festland China von den Behörden bedroht wurde und sie sich zurzeit aus Angst vor der chinesischen Regierung versteckt hält, will sie über den tatsächlichen Hergang des COVID-19 Ausbruchs in China erzählen. 

„Es geht um die globale Gesundheit. Nicht um politische Angelegenheiten“, sagt Dr. Yan, obwohl sie wisse, dass sie dadurch „eine Zielscheibe auf ihrem Rücken trage“. 

Der Anfang des Ausbruchs

Vor dem Virusausbruch arbeitete Dr. Yan in dem Hochsicherheitslabor in Hongkong vorwiegend mit Influenzaviren, jedoch wurden auch Coronaviren in der Einrichtung erforscht. 

Ende Dezember 2019, als erste Fälle des neuartigen Virus bekannt wurden, beauftragte Dr. Leo Poon, Leiter des Labors der University of Hongkong und Berater der WHO, seine Mitarbeiterin Dr. Yan Informationen über die Situation in China in Erfahrung zu bringen. Dr. Yan, die ursprünglich aus Qingdao stammt und Medizin mit Schwerpunkt auf Immunologie auf dem Festland studierte, nahm daraufhin Kontakt zu ehemaligen Kollegen in China auf. 

Eine Freundin, die als Wissenschaftlerin im Center for Disease Control and Prävention in China arbeitete, erzählte ihr bereits am 31. Dezember von der Mensch-zu-Mensch Übertragung des neuartigen Virus. Dr. Yan zeigte die Nachrichten während eins Interviews mit Fox News vor. 

Als Dr. Yan daraufhin diese Information an ihren Vorgesetzten weitergab, habe dieser laut Ihren Erzählungen nur genickt und ihr gesagt, sie solle weiterarbeiten. Einige Tage später, am 09. Jänner veröffentlichte die WHO die offizielle Meldung, dass es keine Hinweise über eine Mensch-zu-Mensch Übertragung gäbe. 

Wissenschaftler und Ärzte werden „ruhiggestellt“

Nach dieser offiziellen Mitteilung habe sich, laut Dr. Yan, der Ton bezüglich der Erforschung des Virus geändert und es wurde damit begonnen weitere Informationen vorzuenthalten.  

Aus dem P4 Hochsicherheitslabor in Wuhan, das Expertenforschung auf dem Gebiet von Coronaviren betrieb, wurde keine weitere Forschung zum Thema veröffentlicht. Verschiedene Ärzte, die Informationen weitergeben wollten, wurden teilweise bedroht und diskreditiert. Das bekannteste Fallbeispiel ist der Arzt Dr. Wenliang, der seine Kollegen Anfang Jänner vor dem ansteckenden Virus warnen wollte und daraufhin von den chinesischen Behörden vorgeladen und bedroht wurde. Er musste unter anderem schriftlich einwilligen „keine Gerüchte mehr zu verbreiten“. Dr. Wenliang starb schließlich selbst an den Folgen einer COVID-19 Infektion. 

Ein Arzt, den Dr. Yan von früher kannte, sagte ihr: “Wir können nicht darüber reden, aber wir müssen Masken tragen.“Es gab viele Patienten, die nicht rechtzeitig behandelt werden konnten. Die Ärzte und das Personal des Center for Disease Control and Prävention in China, seien laut Dr. Yan verängstigt gewesen. 

Am 16. Jänner habe sie daraufhin ihren Vorgesetzten erneut auf die Entwicklungen auf dem Festland angesprochen. Dieser habe sie jedoch gewarnt, sich ruhig zu verhalten und vorsichtig zu sein.

„Er warnte mich „Nicht die rote Linie zu überschreiten“. Wir würden sonst Probleme bekommen und schließlich verschwinden“, sagt Dr. Yan. Die „rote Linie“ bezieht sich laut ihren Angaben darauf, sich nicht gegen die Vorschriften des chinesischen Regimes aufzulehnen.

Dr. Yan wartete, laut eigenen Angaben ob die Informationen Wirkung zeigten, jedoch passierte nichts, obwohl ihr Vorgesetzter einer der Leiter des Referenzlabors der WHO war. 

„Sie hätten vieles machen müssen. Es gibt so viele Möglichkeiten, um einen Ausbruch zu kontrollieren.“, sagt Dr. Yan im Interview mit Fox News. Sie ist davon überzeugt, wenn man früher gehandelt hätte, hätte man viele Leben retten können. 

Dr. Yan ist überzeugt, dass die weltweite Ausbreitung verhindert werden hätte können, wenn erste Hinweise für eine Mensch-zu-Mensch Übertragung nicht vertuscht worden wären. (Bild: iStock, 1202097133/Sinenkiy)

Die Mensch-zu-Mensch Übertragung wurde erst Ende Jänner von der WHO veröffentlicht. Die aus China berichteten Fallzahlen hält Dr. Yuan und auch viele andere Quellen für unglaubwürdig. Die Dunkelziffer der Todesfälle durch das neuartige Virus in Festlandchina könnte sich laut der Auswertung von Handydaten im Millionenbereich befinden. 

Dr. Yan und das Team des Referenzlabors der WHO in Hongkong forschten in dieser Zeit weiter an der Virusübertragung und reichten im März 2020 die Veröffentlichung ihrer Ergebnisse in der Fachzeitschrift Nature ein. Sie selbst ist eine der drei Hauptautoren der Studie. 

Währenddessen kontaktierte sie den Blogger Lu Deh mit ihren Informationen über die Virusverbreitung. Dieser stammt ursprünglich aus Hongkong, lebte aber nun in den USA. Er riet ihr in die USA zu flüchten, da sie in Hongkong in Gefahr sein würde und damit sie die Wahrheit erzählen könne.

Konsequenzen ihrer Entscheidung: „Ich weiß, was sie mit Whistleblowern machen“

Am 28. April 2020 flüchtet Dr. Yan schließlich in die USA, entschlossen die Vertuschung des Ausbruchs zu Beginn der Pandemie an die Öffentlichkeit zu bringen. 

 Diese Entscheidung brachte allerdings viele Konsequenzen mit sich, wie Dr. Yan im Interview mit der amerikanischen Epoch Times erzählt

Anfangs wollte Dr. Yan gemeinsam mit ihrem Mann, der ebenfalls im selben Labor arbeitet, in die USA gehen. Er hatte ihre Bemühungen zu Beginn unterstützt. Als er jedoch herausfand, dass sie Kontakt zu einem amerikanischen Blogger aufgenommen hatte, um die Informationen zu veröffentlichen, änderte sich seine Meinung. 

„Er war sehr wütend“, sagt Dr. Yan, „Er gab mir die Schuld und versuchte meine Glaubwürdigkeit zu zerstören… Er sagte, sie würden uns dafür umbringen.“

Schweren Herzens sei sie schließlich ohne ihren Mann, mit dem sie seit sieben Jahren verheiratet war, in die USA gereist sei. Sie habe mit der Einreisebehörde sowie dem FBI gesprochen.

„Ich musste ihnen die Wahrheit sagen“, so Dr. Yan weiter. „Ich wusste ich tue das Richtige. Ich sagte zu ihnen, dass sie mich nicht zurück nach China schicken sollen. Ich sei gekommen, um ihnen die Wahrheit über die COVID-19 Ausbreitung zu erzählen.“ Weiter bat sie: „Und bitte beschützt mich. Wenn nicht, denke ich, dass die chinesische Regierung mich ermorden wird.“ 

Sie wisse, was sie mit Whistleblowern machen. Dr. Yan sei dennoch bereit alle Beweise, die sie habe, mit der amerikanischen Regierung zu teilen. 

Sie sagte, dass ab dem Zeitpunkt ihrer Flucht aus Hongkong ihre Eltern bedroht werden, die sie daraufhin kontaktierten und zur Rückkehr überreden wollten, da sie ihrem „Heimatland schaden würde“.  Sie warfen ihr vor, dass sie nicht wisse worüber sie spreche und dass sie „den Kampf aufgeben solle“. Zudem sei ihr eigenes Apartment in Hongkong durchsucht sowie die Zugänge zu ihrem Arbeits-Account gesperrt worden. 

Offizielle Stellen in China und WHO bestreiten Vorwürfe und behaupten Dr. Yan sei „nur eine Hamster-Pflegerin“

Sowohl offizielle Stellen in China als auch die WHO streiten die Vorwürfe von Dr. Yan ab. 

Von Seitens der WHO heißt es laut Fox News in einem E-Mail zum Thema: „Wir haben von dieser Person noch nie gehört. Die chinesische Regierung hat seit dem Ausbruch schnell und effektiv auf COVID-19 reagiert. All diese Bemühungen sind klar und transparent dokumentiert in der Veröffentlichung „Fighting COVID-19: China in Action“ (Deutsch: COVID-19 bekämpfen- China in Aktion). 

Weiter erklärte die WHO: „Viele Leute arbeiten für uns als Berater … aber das macht sie nicht zu festen Mitarbeitern und sie repräsentieren nicht die WHO.“ Die WHO bestreitet trotz Korruptionsvorwürfen jegliche Verfehlungen zu Beginn der Pandemie. 

Die staatlich kontrollierte Zeitung South Chinese Morning Post, stufte die Anschuldigungen von Dr. Li-Meng Yan als „Hörensagen“ ein und sprachen ihr jegliche wissenschaftliche Basis für ihre Behauptungen ab. 

Die Universität von Hongkong versuchte sämtliche Informationen über Dr. Yan auf der Homepage der Institution zu löschen. Auf Nachfrage von Fox News gab die Universität nur an, dass Dr. Yan „nicht länger ein Mitglied sei.“

Dr. Yan erzählte zudem, dass gefälschte Social Media Profile von ihr erstellt wurden. In einem heißt es, dass sie keine Wissenschaftlerin, sondern „eine Hamster-Pflegerin“ sei. 

Dass sie in Nature als Erstautorin publiziert habe, könne nicht so einfach gelöscht werden. Hinter den Versuchen sie online zu diffamieren, vermutet sie Anweisungen der chinesischen Regierung dies zu tun. Man versuche sie dadurch unglaubwürdig zu machen. 

Die Wissenschaftlerin bereut laut eigenen Angaben ihre Entscheidung jedoch nicht. Obwohl es schwierig sei und sie sich zurzeit an einem geheimen Ort aufhält, sagt sie: 

„Mir war klar, wenn ich jetzt nicht die Wahrheit sage, verliere ich für mein ganzes Leben die Fähigkeit, die Wahrheit zu sagen!“

Weiter Informationen im Video:

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