Erhu und Pipa – zwei besondere chinesische Instrumente im Blickpunkt

visiontimes.net, 14. Dezember, jw

Die Pipa

Seit Jahrtausenden gilt die Pipa, auch chinesische Laute genannt, als „Königin“ der chinesischen Volksmusikinstrumente. Sie gewann ihren königlichen Titel aufgrund des umfangreichen Spektrums an Spieltechniken, der ausdrucksstarken Tiefe und der Dominanz, sowohl in der Volksmusik als auch in Legenden.

Chinesische Pipa (Bild: 81498449 (© Moving Moment – stock.adobe.com))

Dieses Zupfinstrument sieht man auf Darstellungen der traditionellen Malerei oft in den Händen von himmlischen Feen.

Die Bauweise der Pipa verkörpert außerdem den alten chinesischen Glauben über das Universum und die Natur. Ihr Körper ist nach traditionellem chinesischem Maß 3 Chi 5 Cun lang (etwa 1,15 Meter) und verkörpert die drei Mächte: Himmel, Erde, Mensch, sowie die fünf Elemente: Metall, Holz, Wasser, Feuer und Erde. Außerdem stehen die vier Saiten für die vier Jahreszeiten. 

Ihr lautmalerischer Name bildete sich aus ihren zwei grundlegenden Techniken – „pí“ (琵) nach außen schlagen und „pá (琶) nach innen anschlagen. In Wirklichkeit kommen auf der Pipa jedoch Dutzende weiterer Techniken zur Anwendung, was sie zu einem der schwierigsten antiken Musikinstrumente macht.

Man hält die Pipa aufrecht auf den Knien und zupft sie. Sie ist eines der ausdrucksstärksten chinesischen Instrumente.

Hier, eine Einführung über die Pipa, von den Künstlern von Shen Yun Performing Arts:

Die Erhu

…wird oft mit der Ausdrucksstärke des Gesanges verglichen und ist auch unter dem Namen “Zwei-saitige chinesische Kniegeige” bekannt.

Chinesische Ehre (Bild: 2870733 (© Moving Moment – stock.adobe.com))

Sie hat eine Geschichte von über 4000 Jahren. Das Streichinstrument besitzt nur zwei Saiten, ähnlich der zwei menschlichen Stimmbänder, und kann dennoch eine große Spannweite von Gefühlen transportieren.

Ursprünglich wurden Saiten aus Seide verwendet, heute bestehen sie aus Metall. Obwohl die Erhu oft auch einfach als „chinesische Geige“ bezeichnet wird, unterscheidet sie sich jedoch sehr stark von der westlichen Geige. Zunächst wird sie vertikal gespielt und oft auf dem Schoß des Musikers. Sie hat kein Griffbrett, daher müssen die Finger des Spielers die Saiten halten und in Schwingungen versetzen, indem sie nur gegen die Saiten selbst drücken.

Der aus Bambusholz und Rosshaar bestehende Erhu-Bogen ist bereits zwischen den zwei Saiten des Instrumentes selbst eingespannt und das Bogenhaar wird entweder nach vorne oder nach hinten gedrückt, um die Saite zu berühren.

Bei diesem Instrument ist die Intonation eine der größten Herausforderungen, da die verschiedenen Positionen und Druckgrade die Tonstufe der frei gleitenden Saiten dramatisch ändern können.

Die Erhu ist unglaublich ausdrucksstark, sie kann Klänge von zirpenden Vögeln bis zu wiehernden Pferden imitieren.

Bei einem Alt-Instrument mit einem mittelhohen musikalischen Umfang können die Melodien zart oder volltönend sein. Im untersten oder mittleren Bereich ist die Erhu besonders ergreifend und besonders geeignet um die innersten Gefühle der Menschen zu transportieren.

Man kann den Klang kaum in Worte fassen, daher am besten sich selbst einen Höreindruck machen – auch von Shen Yun Performing Arts:

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