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Hunderte von Abgeordneten verurteilen China wegen Verfolgung von Falun Gong

Falun Dafa Übungen während einer Demonstration vor der Nationale Chiang-Kai-shek-Gedächtnishalle im Zentrum von Taipeh, Taiwan, wo die Praxis frei praktiziert wird.

Über 900 Abgeordnete aus 35 Ländern haben am 10. Dezember, dem Internationalen Tag der Menschenrechte, in einer gemeinsamen Erklärung die Verfolgung von Falun Gong verurteilt.

In der Erklärung heißt es: „Die Verfolgung von Falun Gong in China ist eine der härtesten Kampagnen gegen eine Glaubensgruppe in der modernen Zeit.“ Die Unterzeichner der Erklärung fordern die chinesische Regierung auf, „die Verfolgung von Falun Gong in China sofort einzustellen und alle inhaftierten Falun Gong-Praktizierenden und andere Gewissensgefangene bedingungslos freizulassen.“

Der australische Abgeordnete George Christensen, der die gemeinsame Erklärung unterstützte, fügte zusätzlich zu seiner Unterschrift einen Kommentar hinzu: „Die Verfolgung von Falun Gong-Praktizierenden, die unter Unterdrückung, Folter und Schikanen leiden, ist eine der schrecklichsten Kampagnen der Kommunistischen Partei Chinas. Ich werde immer in Sympathie und Unterstützung mit denen stehen, die diese friedliche spirituelle Praxis ausüben.“  

Levi Browde, Exekutivdirektor des Falun Dafa-Informationszentrums, nannte die Aktion „…eine beispiellose Anstrengung von Regierungsvertretern aus dem gesamten politischen Spektrum und der ganzen Welt, um die Ungerechtigkeiten der Kommunistischen Partei Chinas gegen Falun Gong zu stoppen.“

Falun Gong, auch bekannt als „Falun Dafa“, ist eine spirituelle Praxis, die Meditation, langsame „Qigong“-Übungen und Konzentration auf die Prinzipien Wahrhaftigkeit, Barmherzigkeit und Nachsicht kombiniert.

Die Praxis fand in China nach ihrer Einführung im Jahr 1992 großen Anklang. Menschen aus allen Gesellschaftsschichten nahmen die Praxis auf, auch Regierungsbeamte. In den späten 1990er Jahren schätzte die chinesische Regierung die Zahl der Falun Gong-Praktizierenden auf 70 bis 100 Millionen.

Brutale Unterdrückung beginnt

In einem Bericht von Freedom House heißt es: „Während der frühen und mittleren 1990er Jahre erhielten Falun Gong, dessen Praktizierende und der Gründer Li Hongzhi erhebliche Unterstützung von der Regierung und eine positive Berichterstattung in den staatlichen Medien.“ Doch mit der Zeit änderte sich die Position der chinesischen Regierung allmählich. Berichte, die die Praxis verunglimpften, begannen in den staatlichen Medien zu erscheinen und 1996 wurde die Veröffentlichung von Falun Gong Texten verboten.

Falun Gong ist seit dem 20. Juli 1999, als die Partei auf Anweisung des damaligen Generalsekretärs Jiang Zemin ihre landesweite Kampagne zur Beseitigung der spirituellen Praxis begann, das Verfolgungsziel Nummer eins der KPCh. (Bild: Falun Dafa Informationszentrum)

Im Juli 1999 wurde die Praxis offiziell verboten. „Prominente Anhänger wurden verhaftet, und jeder, der weiter praktizierte, wurde als Staatsfeind verfolgt“. Der Bericht von Freedom House nennt mehrere Gründe für diese Kehrtwende, darunter die große Popularität der Praxis und das, was vom kommunistischen Staat als ideologische Konkurrenz wahrgenommen wurde.

Menschenrechtsorganisationen, NGOs und verschiedene Regierungen haben über die Schwere der Verfolgung von Falun Gong in China berichtet.  

Ein Artikel, der in der Ausgabe 2018 von Genocide Studies and Prevention, der offiziellen Zeitschrift der International Association of Genocide Scholars (IAGS), erschienen ist, kommt zu dem Schluss: „Der Genozid gegen Falun Gong ist aufgrund seines Ausmaßes, seiner Grausamkeit und seiner Raffinesse eine herausragende Menschenrechtskatastrophe des 21. Jahrhunderts.“

Das China-Tribunal, eine unabhängige Untersuchung zur Organentnahme bei Gewissensgefangenen in China, hat im Juni 2019 eine einjährige Untersuchung aller verfügbaren Beweise abgeschlossen.  Sein abschließendes Urteil beinhaltet die folgende Aussage: “ In ganz China wird seit Jahren in erheblichem Umfang erzwungene Organentnahme betrieben und Falun Gong-Praktizierende waren eine – und wahrscheinlich die Hauptquelle – für die Organversorgung.“

Ein Gemälde aus der internationalen Ausstellung Art of Zhen, Shan, Ren (Wahrheit, Barmherzigkeit, Nachsicht), das die erzwungene Organentnahme bei einem Falun Gong-Praktizierenden in China darstellt. (Bild: Art of Zhen, Shan, Ren)

Außenministerium verhängt Sanktionen

Das US-Außenministerium bezog sich ebenso auf den Internationalen Tag der Menschenrechte, als es Sanktionen gegen 17 Beamte ausländischer Regierungen ankündigte, die laut einer Presseerklärung von Außenminister Mike Pompeo vom 10. Dezember „grobe Menschenrechtsverletzungen“ begangen haben sollen. 

Unter den Sanktionierten befindet sich auch Huang Yuanxiong, der Chef des Büros für öffentliche Sicherheit in Xiamen, Polizeistation Wucun, Provinz Fujian, China.  Huang wurde für „besonders schwere Verstöße gegen die Religionsfreiheit im Zusammenhang mit der Inhaftierung und dem Verhör von Falun Gong-Praktizierenden, allein wegen der Ausübung ihrer Überzeugungen“ sanktioniert. Seine Frau ist in die Sanktionen eingeschlossen. Sanktionierten Personen ist die Einreise in die USA untersagt.

Dies ist das erste Mal, dass das US-Außenministerium Sanktionen gegen chinesische Beamte verhängt, die an der Verfolgung von Falun Gong beteiligt sind. „Die Welt kann nicht tatenlos zusehen, wie die Regierung der VR China schreckliche und systematische Übergriffe gegen Menschen in China begeht, einschließlich der Verletzung des international anerkannten Rechts auf Gedanken-, Gewissens- und Religions- oder Glaubensfreiheit,“ sagte Pompeo in der Pressemitteilung.

Englischer Originalartikel erschien auf visiontimes.com.

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