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Indiens starker Anstieg der Wildtiger-Population

(Bild: 283219382, Moving Moment – stock.adobe.com)

Dank der Schutzbemühungen gibt es in Indien heute fast 3.000 wild lebende Tiger.

Tigerreservate und eine strengere Wildtierpolitik ermöglichten es Indiens wildlebenden Tigerbestand von 2014 bis 2018 um 33 Prozentzu steigern. Mit fast 3.000 in freier Wildbahn lebenden Tigern verfügt Indien laut der letzten Tigerzählung über die größte Wildtigerpopulation der Welt.

Die brüllende Nachricht wurde schon letztes Jahr auf einer Pressekonferenz am Internationalen Tigertag (29. Juli 2019) von Premierminister Narendra Modi verkündet, der die Verstärkung der Tigerschutzbemühungen zu einem seiner Ziele gemacht hatte. Bei geschätzten 4.000 Tigern weltweit, ist Indien so die Heimat von 70 Prozent aller Tiger der Welt.

Die weltweite Tigerpopulation ist aufgrund der Jägerei und des Verlustes von Lebensraum fast das ganze letzte Jahrhundert hindurch stark zurückgegangen. In Indien wurde der Bestandsrückgang auch durch staatlich geförderte Tötungsaktionen verursacht. Dieses Massenschlachten tötete 80.000 Tiger in nur 50 Jahren.

Um das Massaker zu beenden, verabschiedete die Regierung 1972 ein Gesetz, mit dem das Töten oder Fangen von Wildtieren verboten wurde. Und vor fast einem Jahrzehnt machte Indien die Verdoppelung seiner bengalischen Tigerpopulation bis 2022 zum nationalen Ziel. Dieses Ziel wurde laut Modis Ankündigung vier Jahre früher erreicht.

In den vergangenen zehn Jahren schuf Indien fast zwei Dutzend neue Reservate, die den Tigern Raum zum Gedeihen geben. Dies in Verbindung mit der Durchsetzung der Wildtierpolitik ist für die eindrucksvollen Zuwächse verantwortlich.

Die Tiger werden alle vier Jahre in einer Erhebung gezählt, bei der Kameras und Videoerkennungssoftware eingesetzt werden, wobei eine Landmasse von etwa 380.000 Kilometern (146.000 Meilen) abdeckt wird. Das ist für Zehntausende von indischen Beamten und Wissenschaftlern ein enormer Arbeitsaufwand, aber das Dokumentieren des Anstiegs der Tigerpopulation hat sich gelohnt.

In einigen Teilen des ländlichen Indiens gibt es Streit zwischen lokalen Dörfern und Tigern. Laut The Times of Indiagriff Ende Juli eine Tigerin neun Menschen an, die auf einem landwirtschaftlichen Feld in Deurea in der Nähe des Tigerreservats von Pilihit arbeiteten, und verletzte sie. Das Tier wurde von 43 Personen zu Tode geprügelt, die wegen der Tötung eines geschützten Tieres angeklagt wurden. Dies war keineswegs ein Einzelfall.

Modi ist der Ansicht, dass mehr Land genutzt werden sollte, um die Lebensräume des Tigers zu erweitern. „Es gibt eine sehr alte Debatte – Entwicklung oder Umwelt… und beide Seiten präsentieren Ansichten, als ob sie sich gegenseitig ausschließen würden“, sagte er auf der Pressekonferenz.

Er versteht das Gleichgewicht, das zwischen wirtschaftlicher Entwicklung und dem Schutz der Umwelt gewahrt werden muss.

„In unserer Politik, in unserer Wirtschaft müssen wir das Gespräch über den Naturschutz ändern. Indien wird mehr Straßen bauen und Indien wird sauberere Flüsse haben. Indien wird bessere Zugverbindungen haben und auch mehr Bäume. Indien wird mehr Häuser für unsere Bürger bauen und gleichzeitig hochwertige Lebensräume für Tiere schaffen. Indien wird eine lebhafte Meereswirtschaft und eine gesündere Meeresökologie haben. Diese Ausgewogenheit ist es, die zu einem starken und integrativen Indien beitragen wird“, sagte Modi auf der Pressekonferenz.

„Lassen Sie uns alle versprechen, ein grünes und ökologisch nachhaltiges Land zu schaffen. Lasst den Tiger dieses Symbol der Nachhaltigkeit sein“, schloss er. Mit diesem starken Engagement der Regierung für die Erhaltung von Indiens Tigern sieht die Zukunft für diese majestätischen Großkatzen sehr rosig aus.

Mit freundlicher Genehmigung von Goodnet, Originalartikel in Englisch hier.

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