Musiktherapie: die Auswirkungen der Musik auf Körper und Geist

Music therapy has developed into a modern science, but it was first developed in China. (Image:  wikimedia /  CC0 1.0)
Die Musiktherapie hat sich bis heute bereits zu einer modernen Wissenschaft entwickelt, aber ursprünglich stammt sie aus dem alten China. (Bild: wikimedia / CC0 1.0)

Die Musiktherapie hat sich bis heute bereits zu einer modernen Wissenschaft entwickelt, aber ursprünglich stammt sie aus dem alten China. Schon seit Jahrtausenden suchen die Chinesen nach den Geheimnissen hinter den Melodien und des Rhythmus des Universums.

Die Musiktherapie ist ursprünglich ein Teil der chinesischen Medizin, und die beiden haben eine verwobene, kontinuierliche Beziehung. Die Themenbereiche Musik, die Theorie von Yin und Yang und die fünf Elemente sind eng miteinander verbunden. Im alten China dachte man, dass die Essenz der Musik das Tao war – die Veränderungen von Yin und Yang, die regulierende Kraft des Lebens, der Ton und die Stimmung des Universums.

Eine korrekte Kombination von Rhythmus, Klangfarbe, Energie und anderen Faktoren führte zum Tao von Yin und Yang. Die alten Chinesen unterteilten die Musik in fünf Töne, die wiederum den fünf Elementen zuzordnen sind.

A mural from the tomb of Xu Xianxiu in Taiyuan, Shanxi province, dated 571 AD during the Northern Qi dynasty, showing male court musicians playing the pipa and liuqin, and a woman playing a konghou. (Image: wikimedia / CC0 1.0)
Ein Wandbild aus dem Grab von Xu Xianxiu in Taiyuan, Provinz Shanxi, datiert 571 n. Chr. während der nördlichen Qi-Dynastie, zeigt männliche Hofmusiker beim Spielen von Pipa und Libuqin und eine Frau beim Spielen eines Konghou zeigt. (Bild: wikimedia / CC0 1.0)

Nach Angaben der chinesischen Medizin entsprechen die fünf Töne auch den inneren Organen. Diese Theorie wird in der klinischen Diagnose und Behandlung angewendet. Hier wird die Wirkung unterschiedlicher Klänge auf die jeweiligen Organe genutzt. Die Theorie der fünf Töne bildet die ganzheitliche Grundlage der Musiktherapie in der chinesischen Medizin. Dort heißt es, dass das Yin und Yang von Himmel und Erde mit dem Yin und Yang des menschlichen Körpers verbunden sind. Taoisten haben immer geglaubt, dass der menschliche Körper ein kleines Universum ist, und die innere Harmonie kann durch äußere Harmonie beeinflusst werden.

A half-section of the Song Dynasty (960–1279) version of the Night Revels of Han Xizai, original by Gu Hongzhong; the female musicians in the center of the image are playing transverse bamboo flutes and guan, and the male musician is playing a wooden clapper called the paiban. (Image: wikimedia / CC0 1.0)
Eine halbe Sektion der Song Dynasty (960-1279) Version der „Night Revels of Han Xizai“, Original von Gu Hongzhong; die Musikerinnen in der Bildmitte spielen Bambusquerflöten und Guan, und der Musiker spielt einen hölzernen Klöppel namens Paiban. (Bild: wikimedia / CC0 1.0)

Die traditionelle chinesische Musik basiert auf der Lehre der Mitte und strebt danach, durch Musik Harmonie mit Himmel, Erde und dem menschlichen Körper zu erreichen. Es gibt ein chinesisches Sprichwort: „Harmonie zwischen Musik und Mensch, Harmonie zwischen Himmel und Mensch“ (與人和, 天人合), und das gilt als Idealzustand.

Gesundheit von Körper und Geist sind mit sozialen Faktoren verbunden; gute Musik kann Menschen dazu anleiten, gut zu sein, und sie kann ihrer Gesundheit zugute kommen.

Dr. Benjamin Kong aus Schweden und Dr. Xiu Zhou aus Deutschland sind die Hauptherausgeber der China Research Group.

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