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Shani Diluka – Wenn Beethoven auf indischen Raga trifft

Am 17. Dezember dieses Jahres jährte sich der Geburtstag von Ludwig van Beethoven zum 250. Mal. Das Jubiläumsjahr des großen deutschen Komponisten, das sich aufgrund der Corona-Pandemie vielerorts auch noch ins nächste Jahr verlängern wird, veranlasste viele Künstler, sich dem Werk Beethovens besonders zu widmen. Es inspirierte auch die Pianistin Shani Diluka ihr Album „Cosmos – Beethoven and Indian Ragas“ zu veröffentlichen. 

Die in Monaco geborene Pianistin Shani Diluka wird in Kennerkreisen mit den ganz großen Pianisten der Geschichte verglichen. Das Piano Magazine beschrieb sie als „eine der Größten ihrer Generation“, mit ihrem tiefsinnigem Spiel zieht sie ihr Publikum in den Bann. 

Am 17. Dezember jährte sich der Geburtstag Beethovens zum 250. Mal. (Bild: iStock, 119679452/GeorgiosArt)

Das Talent der heute 44jährigen wurde bereits früh erkannt. Die Fürstin Gracia Patricia von Monaco entdeckte Diluka im zarten Alter von sechs und ermöglichte ihr die Teilnahme an einem Förderprogramm der Akademie Prinz Rainer III. für außergewöhnliche Talente. Seit ihrem ersten Solo-Auftritt mit neun Jahren war die Karriere der Pianistin mit indischen Wurzeln, deren Eltern aus Sri Lanka stammen, nicht mehr zu bremsen. 

Diluka ist die einzige indische Pianistin, die den 1. Preis am Pariser Konservatoriummit einer einstimmigen Jury gewann und in die renommierte Lake Como International Piano Academyunter dem Vorsitz der berühmten Pianistin Martha Argerich aufgenommen wurde. 

Nach vielen Auszeichnungen trat Shani Diluka 2020 dem prestigeträchtigen Label WARNER Classics als Exklusivkünstlerin bei.

Klassische Musik ist ein „Moment der Meditation, der spirituellen Verbindung und der Achtsamkeit.“, so die Pianistin in ihrem Release-Video von Warner Classics. Ein Konzert solle die Seele der Menschen erhellen und sie mit offenem und freiem Geist nach Hause entlassen. „Aufrichtigkeit führt zu Exaktheit…..Musik ist der beste Weg Uniformität zu bekämpfen. Musik ist Humanismus.“, so Diluka weiter. 

Über Beethoven denkt sie, dass er aufgrund seiner fortschreitenden Taubheit in unsichtbare Sphären einzutreten konnte, die sonst niemand erreichte. Beethoven war auf der Suche nach Spiritualität, nach Sinn, nach dem Universellen – in den Schriften orientalischer Religionen, sowie beim Komponieren. Diese Magie zwischen den Noten fand die Pianistin auch in der indischen Sitar-Musik. So vereinte sie diese beiden Kulturen in ihrem Projekt „Cosmos“. 

„Das Album stellt zwei Klaviersonaten des 2020-Jubilars indischen Ragas gegenüber – gespielt von Mehboob Nadeem (Sitar) und Mitel Purohit (Tabla), die auch Beethovens Themen in ihre Improvisationen miteinbeziehen. Das Ergebnis ist ein west-östlicher Dialog, den es so noch nie gegeben hat.“, wird das Werk auf WARNER Classics beschrieben. 

Beethoven, der wie viele deutsche Romantiker vom Pantheismus geprägt war, beschäftigte sich während seiner Lebenskrise (1813-1818) mit griechischer, hinduistischer Philosophie und Mystik. In Beethovens Bibliothek fand man Übersetzungen hinduistischer Schriften mit persönlichen Anmerkungen des Künstlers sowie diverse Eintragungen in seinem Tagebuch. 

Shani Diluka fasziniert die Neugierde des großen Komponisten auf neue Kulturen und Spiritualität. Für sie sei es eine wunderbare Erfahrung, die großen Sonaten Beethovens und die großen indischen Ragas zusammenzubringen. 

„Jede Kultur enthält Schönheit und jeder hat Schönheit verdient“, so die Musikerin. 

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