Traditionelle Ringelblumensalbe – Ganz einfach selbst gemacht

visiontimes.net, 26. Oktober 2018, von Christina Spirk

Traditionelle Ringelblumensalbe lässt sich ganz einfach selbst herstellen (Bild: Christina Spirk)

Erste Aufzeichnungen über die Anwendung der Ringelblume (Calendula officinalis) im deutschsprachigen Raum, lassen sich bereits in Physica von Hildegard von Bingen (1098–1179) finden. Auch heute wird Ringelblumensalbe noch regelmäßig in Apotheken oder zu Hause hergestellt und als „Alleskönner“ bei Hauterkrankungen (Akne, Dermatitis) oder oberflächlichen Verletzungen und Verbrennungen verwendet. Da Ringelblumensalbe sowohl bei Sonnenbrand, als auch bei trockener Haut im Winter wohltuend wirkt, kann man sie das ganze Jahr über verwenden.

Tipp: Mit Ringelblumensalbe als Lippenpflege ist man auch bei kaltem Wetter vor trockenen und spröden Lippen bestens geschützt.

Für ca. 80g Ringelblumensalbe benötigt man:

10 g Ringelblumenblüten (Flos Calendulae) wahlweise getrocknet oder frisch gepflückt

100 g raffiniertes Olivenöl (Oleum Olivae)

10 g Bienenwachs (Cera flava)

3-5 Tropfen ätherisches Öl (sehr gut passen wahlweise Citronellaöl (Aetheroleum citronellae) oder Lavendelöl (Aethereolum lavendula))

Achtung: Bei geplanter Anwendung an Kleinkindern unter 2 Jahren sollte zur Sicherheit auf die Zugabe von ätherischen Ölen verzichtet werden

All diese Zutaten bekommt man in der Apotheke oder in einem Reformhaus

Die Ringelblumensalbe kann man mit nur vier Zutaten herstellen – Ringelblumenblüten, Bienenwachs, Olivenöl und ätherisches Öl (Bild: Christina Spirk)

Zusätzlich benötigt man:

Zwei Töpfe (einen kleineren und einen größeren um ein Wasserbad vorzubereiten)

Kochlöffel

Ein feinmaschiges Sieb oder Geschirrtuch aus Leinen

Einen Tiegel/Glas zum Abfüllen der fertigen Salbe

Herstellung:

Die Ringelblumenblüten werden gemeinsam mit dem Olivenöl in den kleineren Topf gegeben. Dann wird der kleinere Topf in den größeren Topf mit Wasser gestellt, um dadurch ein Überhitzen und Wirkstoffverlust zu vermeiden. Die Temperatur des Olivenöls sollte um die 70°C betragen und nicht zu hoch werden. Dieser sogenannte Ölauszug mit den Ringelblumenblüten sollte 20 Minuten durchgeführt werden, bevor die Blütenblätter mit Hilfe eines Siebes oder eines Leinengeschirrtuches aus dem Öl entfernt werden. Dabei sollten die Blüten gut ausgepresst werden.

Der Ölauszug der Ringelblumenblätter sollte bei nicht zu hohen Temperaturen über einem Wasserbad ca. 20 Minuten lang durchgeführt werden (Bild: Christina Spirk)

Anschließend wird das Bienenwachs mit einem Kochlöffel in das noch heiße, blütenfreie Ringelblumenöl eingerührt. Wenn nötig, kann man das Gemisch noch einmal kurz erwärmen (70°C), bis sich das Wachs vollständig auflöst.

Nach Zugabe des Bienenwachses wartet man bis es sich im Öl unter kurzem Erwärmen auflöst (Bild: Christina Spirk)

Sobald das Gemisch nur noch lauwarm (ca. 35°C) ist, werden unter leichtem Rühren 3-5 Tropfen ätherisches Öl hinzugefügt. Danach wird die flüssige Salbe in einen Tiegel oder ein Glas gefüllt und stehen gelassen, damit sie sich noch ein bisschen verfestigen kann.

Die Ringelblumensalbe bekommt beim Abkühlen langsam eine schöne, cremige Konsistenz (Bild: Christina Spirk)

Nach ca. 1-2 Stunden ist die cremige Ringelblumensalbe bereit zur Anwendung und je nach der Qualität des verwendeten Öls 3 bis 6 Monate haltbar.

Tipp: Mit einem hübschen Etikett verziert, ist die selbsthergestellte, traditionelle Ringelblumensalbe auch ein schönes Geschenk oder Mitbringsel.

Achtung:  In den seltenen Fällen einer Korbblütlerallergie können Ringelblumen Juckreiz auslösen.

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