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US-Behörde FDA fördert Forschung und Arzneimittelproduktion in Graz

Das Research Center for Pharmaceutical Engineering (RCPE) in Graz (©Lichtmeier Photography Products)

Die US-Behörde FDA vergibt jedes Jahr fünf bis zehn Förderungen an europäische Unternehmen. Das Research Center for Pharmaceutical Engineering (RCPE) in Graz, Österreich, sicherte sich 2020 gleich zwei davon. Damit werden insgesamt 1,8 Millionen Euro in die pharmazeutische Forschung und Arzneimittelherstellung in Österreich investiert.

Bereits im April 2020 machte das Grazer Unternehmen RCPE mit folgendem Angebot auf sich aufmerksam: Sobald ein COVID-19 Medikament zugelassen wird, könnte das RCPE dies, aufgrund der von ihnen entwickelten Technologien, in kürzester Zeit am Standort Österreich produzieren. 

Nun gab es erneut große internationale Aufmerksamkeit für das Unternehmen: Kürzlich hat die amerikanische Food and Drug Administration (FDA) aus Bewerbungen über 600 europäischer Unternehmen gleich zwei von maximal zehn Förderungen an das RCPE vergeben. Laut einer Pressemitteilung handelt es sich dabei um umgerechnet 1,8 Millionen Euro für zwei Projekte, die noch im Jahr 2020 starten sollen. 

Die geförderten Projekte sollen zur Verbesserung der Produktionsprozesse in der Arzneimittelherstellung beitragen. Die Zusprechung von gleich zwei Förderungen für das Grazer Forschungszentrum innerhalb eines Jahres, stellt laut der Pressemitteilung des Unternehmens „einen Meilenstein für das RCPE dar“. 

„Wir sind unglaublich stolz darauf, dass wir in einem einzigen Jahr zwei FDA-Projekte erhalten haben. Es ist eine fantastische Bestätigung unseres bahnbrechenden Ansatzes zur Lösung von Herausforderungen bei der Arzneimittelherstellung. Nachdem wir diesen wichtigen Meilenstein erreicht haben, freuen wir uns darauf, mit unseren Partnern zusammenzuarbeiten, um ihre Herstellungstechnologien zu verbessern, was letztlich PatientInnen auf der ganzen Welt zugutekommt.“, sagt der wissenschaftliche Leiter und CEO des RCPE Professor Khinast.

Verbesserung der Arzneimittelproduktion und Qualitätskontrolle

In Zusammenarbeit mit den Pharmaunternehmen MSD und Pfizer soll in einem der Projekte die Echtzeit-Überwachung von Tablettenüberzügen verbessert werden. Unter Verwendung der optischen Kohärenztomographie (OCT) soll die Qualitätskontrolle erleichtert und maßgeblich beschleunigt werden. 

Zusätzlich sollen in dem zweiten Projekt, durch den Einsatz von digitalen Simulationswerkzeugen, die Medikamentenherstellung und Prozessentwicklung verbessert werden. Dadurch möchte man die Produktion größerer Mengen an Arzneimitteln ermöglichen, ohne dass vorab umfangreiche Laborexperimente für den sogenannten „Scale-up“-Prozess notwendig sind. 

Über die Grundlagen dieser Prozesse, die eine verstärkte Arzneimittelproduktion in Österreich ermöglichen würden, sprach der CEO des Unternehmens, Professor Khinast, im Mai dieses Jahres ausführlich in einem Interview mit Vision Times

„Wir freuen uns, dass die FDA das Potenzial erkannt hat, das unsere Projekte für die Industrie und die PatientInnen weltweit bieten.“, kommentiert CEO und Business Director des RCPE Dr. Thomas Klein die kürzlichen Erfolge des Unternehmens. 

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