Wie Afrika in den großen chinesischen Globalisierungstraum passt

When President Xi Jinping unveiled ‘The Great Chinese Dream’ a couple of years ago, promising citizens that he would bring about a resurgence in Chinese global dominance, Africa was one of the main regions he wanted to bring under the country’s sphere of influence. (Image: pixnio / CC0 1.0)
(Bild: pixnio / CC0 1.0)

Als Chinas Präsident Xi Jinping vor ein paar Jahren den „großen chinesischen Traum“ offenbarte und dem Volk eine Wiederbelebung globaler chinesischer Dominanz versprach, war Afrika eines der Hauptgebiete, welches er unter staatlichen Einfluss bringen wollte. Und während die Chinesen nach Afrika blicken um ihre Träume zu verwirklichen, erwarten sich die Afrikaner Vorteile vom chinesischen Interesse.

Der afrikanische Traum

China hat seit Beginn des 21. Jahrhunderts stark in Afrika investiert. Und bereits im Jahr 2009 hatte China die USA als größten Handelspartner des afrikanischen Kontinents abgelöst. Afrikas unermessliche natürliche Ressourcen lieferten den Treibstoff für ein ständig wachsendes China.

In den letzten Jahren hat sich der Schwerpunkt Pekings von der reinen Rohstoffbeschaffung hin zur Umwandlung Afrikas in einen großen Markt für chinesische Produkte verschoben. Infolgedessen hat es begonnen, massiv in Infrastrukturprojekte auf dem Kontinent zu investieren und hofft, dass das Wachstum in Afrika den Abschwung des zunehmend gesättigten Inlandsmarktes kompensieren kann.

Afrika wird auch als nächste große Hoffnung für chinesische Unternehmen angesehen, die ihre Märkte erweitern wollen. Und unter jungen Chinesen bietet der Kontinent ein Erkundungsfeld, wo sie ihre Träume verwirklichen können, unkontrolliert von der starren Herrschaft der Kommunistischen Partei.

President of South African Republic Jacob Zuma and China’s Xi Jinping. (Image: kremlin.ru / CC0 1.0)
Bild Präsidenten: Der Präsident der Südafrikanischen Republik Jacob Zuma und China’s Xi Jinping. (Bild: kremlin.ru / CC0 1.0)

Ein Artikel von Foreign Policy beschreibt wie eine junge chinesische Frau, „die gelernt hat Englisch mit einem starken nigerianischen Akzent zu sprechen, im vergangenen Jahr Urbanisierungsdaten geokodierte, die in afrikanischen Städten gesammelt wurden. Diese Menschen kamen nicht nach Afrika, um nach natürlichen Ressourcen zu suchen. Sollte eine sich verlangsamende chinesische Wirtschaft die Ambitionen junger Menschen wie diesen einschränken, könnten sie sich in noch größerer Zahl nach Afrika wagen.“

Die Wichtigkeit mit welcher die Chinesen Afrika sehen, kann durch die Tatsache erkannt werden, dass Peking kürzlich 60 Milliarden Dollar „ohne politische Bedingungen“ in den Kontinent investiert hat. Reuters zitierte Xi Jinping mit den Worten: „Die China-Afrika-Kooperation muss dem chinesischen und afrikanischen Volk Vorteile wie auch Erfolge bringen, die gesehen und gefühlt werden können.

Laut einem Bericht von McKinsey könnten chinesische Unternehmen bis zum Jahr 2025 Umsätze von über 440 Milliarden US-Dollar aus Afrika erzielen. Und während die Länder Afrikas chinesische Investitionen willkommen heißen, in der Hoffnung, diese würden ihrer eigenen Wirtschaft dabei helfen zu wachsen und zu gedeihen, mehren sich die Stimmen derjenigen, die besorgt sind, in Chinas Schuldenfalle zu geraten.

Sun is accused to have taken bribes of more than US$25 million over a period of about 15 years (from 2005 to 2017) while being a member of the politburo. (Image: pixabay / CC0 1.0)
Bild Geldscheine: Laut einem Bericht von McKinsey könnten chinesische Unternehmen bis zum Jahr 2025 Umsätze von über 440 Milliarden US-Dollar aus Afrika erzielen. (Bild: pixabay / CC0 1.0)

Die Gefahr chinesischer „Hilfe“

China ist dafür bekannt, Kredite an arme Länder zu vergeben, um die daraus resultierenden Schulden als Druckmittel zu verwenden, Pekings Forderungen zu erfüllen. In den meisten Fällen setzen sich die Chinesen durch, da die meisten Länder Afrikas so arm sind, dass sie finanzielle Unterstützung dringend nötig haben.

„Es dauerte Jahre, bis China in Erwägung zog, unter Präsident Robert Mugabe weitere Kredite an Simbabwe zu vergeben, nachdem das südafrikanische Land Ende der 90er Jahre in Zahlungsverzug geraten war. Und als sie sich dafür entschieden, waren die Einschränkungen hart: Chinesische Unternehmen wollten von den lokalen Arbeitsgesetzen ausgenommen werden und erhielten die Erstrechte für die Erschließung  mineralischer Rohstoffvorkommen „, heißt es in einem Artikel im Mail & Guardian.

Und da die Kreditaufnahme von Organisationen wie dem Internationalen Währungsfonds (IWF) typischerweise mit hohen Zinsen verbunden ist, greifen die meisten afrikanischen Nationen schließlich auf China zurück, das sie mit schnellen und zinsgünstigen Krediten anlockt. Es wird geschätzt, dass China in den Jahren 2000 bis 2016 fast 124 Milliarden US-Dollar an afrikanische Staaten verliehen hat.

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