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Aus der traditionellen Hausapotheke: Selbstgemachter Hustensirup aus Maiwipferl

 (Bild: 110799421, Moving Moment – stock.adobe.com)

Jetzt ist die perfekte Erntezeit: Die hellgrünen Wipferl (Zweigspitzen, jungen Triebe) von Nadelbäumen wie Fichten oder Tannen sollen von Mitte bis Ende Mai gepflückt werden. Während dieser Tage haben die jungen Triebe einen besonders hohen Gehalt an ätherischen Ölen. Ein einfaches und altbewährtes Rezept aus den gehaltvollen Maiwipferl ist selbstgemachter Hustensirup, der in keiner traditionellen Hausapotheke fehlen darf.

Die jungen Triebe verschiedener Nadelbäume enthalten wertvolle ätherische Öle, Harze, Tannine und Vitamin C. Dadurch wirken sie antiseptisch, was hilft, Bakterien und Viren im Rachen und den damit einhergehenden Husten und Schleim zu verringern.

Die Wipferl von Tannen und Fichten werden in der traditionellen heimischen Heilkunde schon lange verwendet. Was beim Sammeln der Wipferln und der Zubereitung des Hustensirups alles zu beachten ist, lesen Sie hier:

Vorsicht beim Sammeln der Wipferl

Mitte Mai bis Ende Mai ist die beste Zeit die jungen, hellgrünen Triebe von Nadelbäumen zu sammeln. Dabei werden hautsächlich die Wipferl von Fichten oder Tannen verwendet. Wichtig ist zu beachten, dass man nur die seitlichen Triebe eines Zweiges pflücken soll und nicht jene an der Spitze. Auch sollen von einem einzelnen Baum nicht zu viele Wipferl genommen werden, sondern jeweils nur wenige von mehreren Bäumen, da sonst das Wachstum des Baumes geschädigt wird. Am besten ist es die Wipferl kurz abzuwaschen, trocken zu tupfen und sie dann gleich frisch zu verwenden.

Herstellung des Hustensirups

Sie benötigen:

Frisch gepflückte Maiwipferl, z.B. 500 g 

Brauner Zucker (doppelt so viel wie Maiwipferl), z.B. 1000g 

1 großes Einmachglas (Rexglas) 

Braunglasflaschen zum Abfüllen des fertigen Sirups

Herstellung: 

  • Zuerst den Boden des Einmachglases mehrere Zentimeter hoch mit braunem Zucker bedecken,
  • dann eine Schicht Wipferl darüber geben.
  • Diese wieder mit einer Schicht Zucker bedecken.
  • Eine weitere Schicht Wipferl hinzugeben.
  • Abschließend den restlichen Zucker als letzte Schicht über die Wipferl geben.
  • Das Einmachglas verschließen und nicht öffnen, bevor sich der Zucker vollständig zu Sirup verflüssigt hat.
So sieht die Zubereitung ungefähr nach einer Woche aus. Im oberen und unteren Teil befindet sich noch ungelöster Zucker, der dunkle Teil in der Mitte ist das bereits fertige Sirup. (©visiontimes)

Der Zucker zieht, während er sich verflüssigt, langsam die Wirkstoffe aus den Wipferln. So entsteht der Hustensirup. Dabei sollte das Gefäß keinem direkten Sonnenlicht und nicht zu hohen Temperaturen ausgesetzt sein. Je nach Menge und Zuckersorte dauert es zwischen einer Woche und einem Monat bis der Sirup fertig ist, aber jeden Tag kann man beobachten, wie sich mehr und mehr Milliliter des Sirups bilden. 

  • Wenn der Zucker vollständig aufgelöst und reichlich brauner Sirup entstanden ist, die Wipferl absieben und den Sirup in Braunglasflaschen abfüllen und verschließen. 
  • Der Sirup sollte im Kühlschrank oder an einem trockenen, kühlen Ort aufbewahrt werden. Er ist bis zu einem Jahr haltbar und dadurch ein treuer Begleiter durch die Erkältungszeit. 

Der wunderbar schmeckende Sirup sollte angewendet werden, sobald man ein Kratzen im Hals verspürt. Dabei kann man mehrmals am Tag einen Teelöffel bis zu einem Esslöffel einnehmen und langsam schlucken. Für Kinder genügt ein Teelöffel pro Anwendung. 

Tipp: Setzen Sie den Maiwipferlsirup zusätzlich mit Thymianzweigen und Spitzwegerichblättern an. 

Haftungsausschluss: 

Ein Hausmittel kann einen Arztbesuch nicht ersetzen. Wenn eine Besserung der Symptome nicht binnen drei Tagen eintritt, sollte jedenfalls eine Ärztin bzw. ein Arzt aufgesucht werden.

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