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Badezusätze für Kinder oft bedenklich

(Bild: 200206397, Moving Moment – stock.adobe.com)

Der Verein für Konsumentenschutz (VKI) testete 15 Badezusätze für Kinder und fand in zehn davon bedenkliche Substanzen. In den fragwürdigen Produkten wurden unter anderem potenziell allergene Duftstoffe und Azofarbstoffe gefunden. 

Die Auswahl ist groß und viele Eltern greifen vertrauensvoll zu. Die bunten Verpackungen der Badezusätze für Kinder versprechen ein blubberndes, farbenfrohes und unbeschwertes Badevergnügen. Besonders bei den Angeboten diverser Naturkosmetik-Firmen vermutet niemand bedenkliche Stoffe. Doch leider wurden ebendiese in 10 von 15 verschiedenen, vom VKI getesteten Badezusätzen gefunden.

Azofarbstoffe teilweise krebserregend

Wie das Konsumentenmagazin des ORF help berichtet, fanden die Tester des VKI in sechs Badezusatz-Produkten Azofarbstoffe. Diese können Allergien auslösen und wurden teilweise in Tierversuchen sogar als krebserregend eingestuft. Die besonders lichtechten, stabilen und gut mischbaren Azofarbstoffe werden aus Anilin gewonnen, das früher aus Steinkohleteer, heute aus Erdöl extrahiert wird und schon länger in Verdacht steht krebserregend zu sein. 

Die synthetischen Farbstoffe, die man auch oft in knallbunten Süßigkeiten findet, können bei emfpindlichen Menschen auch Pseudoallergien der Haut und Atemwege auslösen. Das verursacht Symptome, wie Nesselsucht, Asthma und Hautödeme, eben wie bei einer Allergie, nur ohne Beteiligung des Immunsystems. 

Zu den besonders umstrittenen Azofarbstoffen gehören Tartrazin (E 102), Gelborange (E 110), Azorubin (E 122), Cochenillerot A (E 124), Allurarot (E 129) und Chinolingelb (E 104).  

Allergie auslösende Duftstoffe

In insgesamt fünf der getesteten Badezusätzen, darunter auch in den „natürlich wirkenden“ Produkten „Dresdner Essenz Dreckspatz“, „Kneipp naturkind“ und „Lüttes Welt“ fand man mehrere der bedenklichen Duftstoffe Eugenol, Geraniol, Limonene und Linalool. Diese müssen laut EU-Kosmetikverordnung eigentlich deutlich auf der Verpackung deklariert werden, da ihr allergenes Potenzial bekannt ist.

Ebenso bedenklich fiel das „Glibbi Einhorn Glitzerbad“ von Simba auf, das laut VKI fast ausschließlich aus Polyacrylamid besteht. Hier kann leider nicht ausgeschlossen werden, dass auch Acrylamid enthalten ist, das sich in Tierversuchen als erbgutschädigend und krebserregend zeigte. Außerdem wird der Boden der Badewanne durch das Polyacrylamid sehr rutschig und erhöt somit die Sturzgefahr. 

Hin und wieder darf es auch bunt sein, aber man sollte einen Blick auf die Inhaltsstoffe machen, oder Sie greifen auf selbstgemachte Alternativen zurück. (Bild: 297960382, Moving Moment – stock.adobe.com)

Die Testsieger

Aber man fand auch durchaus empfehlenswerte Produkte für den unbedenklichen Badespaß. Vier Produkte wurden sogar mit „sehr gut“ beurteilt. Dazu gehören das „dm Saubär Knisterbad“, bzw. „Badefarbe Blau“, „Tinti Zauberbad“ und „Valino Smaragdbad“. Mit der Note „gut“ gibt es auch an den „Beauty Kids Badeperlen Himbeere“ nicht viel auszusetzen. 

Laut help.orf.at empfiehlt VKI-Chemikerin Birgit Schiller Badezusätze nicht unter drei Jahren zu verwenden. Auch für ältere Kinder eigenen sie sich nicht für das tägliche Bad, sondern sollten eher die besondere Ausnahme darstellen. 

Als natürliche Alternative kann man Badezusätze auch selbst herstellen. Eine Anleitung für Badebomben finden Sie auf dem Blog des VKI, oder für selbstgemachte Badepralinen hier auf Vision Times.

Quellen: 

https://help.orf.at/stories/2997899/

https://www.konsument.at/cs/Satellite?pagename=Konsument/MagazinArtikel/Detail&cid=318917715218

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