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Chinesische Forscher: Grüner Tee beugt Herzerkrankungen vor

(Bild: iStock)

Mindestens drei Tassen grüner Tee pro Woche sind gut fürs Herz: In einer im Januar 2020 veröffentlichten Studie mit über 100.000 Teilnehmern stellten chinesische Forscher fest, dass der regelmäßige Konsum von grünem Tee das Risiko für Herzerkrankungen und Schlaganfälle senkt.

Seit 1998 wurden in einer großangelegten Studie, mit 100.902 chinesischen Erwachsenen im Alter von ungefähr 50 Jahren, die Auswirkungen von regelmäßigem Teekonsum auf Herzerkrankungen untersucht. Dabei zeigten die Ergebnisse, dass vor allem grüner Tee das Risiko eine Herzgefäßerkrankung zu erleiden oder daran zu sterben senkt. 

Regelmäßige Teetrinker leben länger

Die Studienteilnehmer wurden jahrelang beobachtet und auf Herz-Kreislauf-Erkrankungen untersucht. Dabei zeigte sich, dass Männer und Frauen, die angaben, über mehrere Jahre hinweg mindestens drei Tassen grünen Tee pro Woche zu trinken, ein 39 Prozent geringeres Risiko für Herzerkrankungen und Schlaganfälle aufwiesen. Das Risiko an einer Herzerkrankung zu sterben war sogar 56 Prozent geringer als bei der Kontrollgruppe. 

Insgesamt wurde die Lebenserwartung durch regelmäßigen Teekonsum um durchschnittlich 1,26 Jahre gesteigert im Vergleich zu Personen die nie oder nur selten Tee konsumierten. 

Tee ist nicht gleich Tee

Interessanterweise waren die Ergebnisse nur bei grünem Tee signifikant. Bei Studienteilnehmern, die bevorzugt schwarzen Tee tranken, zeigten sich keine vergleichbaren Verbesserungen. Dies stimmt mit älteren Studien überein, in denen bei Probanden in Wales und den USA keine gesundheitlichen Verbesserungen durch regelmäßigen Teekonsum nachgewiesen werden konnten. Diese Probanden tranken allerdings hauptsächlich schwarzen Tee.

Ein Grund für die gute Wirkung von grünem Tee könnte laut Forschern der hohe Gehalt an Flavonoiden sein. Flavonoide sind sekundäre Pflanzenstoffe und gelten als die wichtigsten Inhaltsstoffe von Tee. 

Bislang wurden 4000 verschiedene Flavonoide in grünem Tee festgestellt. Die bekanntesten sind Catechine und Flavon-2-ol-Glykoside, denen besonders in Bezug auf antioxidative Reaktionen und Herzkreislauf-Erkrankungen Wirkungen zugeschrieben werden.

Da grüner Tee, der am wenigsten fermentierte Tee ist, bleiben die Inhaltsstoffe in besonders reichhaltigen Mengen erhalten. Die Forscher vermuten, dass die Flavonoide durch Oxidation beim Fermentieren abgebaut werden könnten. 

Teetrinken allein reicht nicht – auch das „Wie“ ist entscheidend

China greift auf eine tausendjährige Teekultur zurück. Die Art Tee zu trinken in China kann daher nicht eins zu eins mit Teetrinken in westlichen Ländern verglichen werden. Daher zweifelt das Deutsche Ärzteblatt, ob die Ergebnisse der Studie auf Europäer übertragbar seien.

Ein wesentlicher Unterschied ist, dass in China Tee ausschließlich aus frischen Blättern aufgebrüht wird und auf hohe Qualität wertgelegt wird. Teebeutel werden kaum verwendet. 

Außerdem wird Teetrinken im traditionellen China vielmehr als ein Ritual verstanden. Tee soll achtsam zubereitet werden und in Ruhe getrunken werden. Dieses traditionelle Ritual trägt dazu bei Stress abzubauen und die innere Mitte zu finden. Dieser Aspekt wurde in der aktuellen Studie nicht berücksichtigt, trägt aber sehr wahrscheinlich zur positiven Wirkung von Tee bei. 

Für weitere Informationen über Tee empfehlen wir die Vision Times Artikelserie: Ein Heim ohne Tee ist nur ein Haus 

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