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Chinesische Legende: Barmherzige Frau erhält wundersamen Segen

(Bild: iStock, 860594926/1971yes)

In China, am Fuße eines Berges im Bezirk Yidao in der Provinz Hubei, gibt es drei Bergquellen, die ununterbrochen aus dem Boden sprudeln. Die auf dem Berg lebenden Menschen besuchen die Quellen regelmäßig, um frisches Wasser zu holen. Der Legende nach gab es einst keine Quellen am Fuße des Berges. Damals mussten die Menschen ihr Wasser von sehr weit hertragen. Viele Menschen konnten diese Strapazen nicht ertragen und bezahlten andere dafür, ihnen Wasser zu bringen. Eine einsame ältere Frau, die sich kaum Nahrung und Kleidung leisten konnte, hatte kein Geld, um das Wasser zu bezahlen. Alle paar Tage ging sie für ihr Wasser eine lange Strecke zu Fuß.

Eines Tages erblickte die alte Frau einen Bettler, der zum Betteln in das Bergdorf kam. Der Bettler war mager, hatte eine flache Nase, große Ohren, kleine Augen und einen schiefen Mund. Er war sehr kränklich und trug alte, schmutzige Kleidung. Außerdem verströmte er auch einen sehr modrigen Geruch. Als der Bettler Zhangs Haus besuchte, schlug ihm Zhang die Tür vor der Nase zu; als er zu Lis Haus kam, scheuchte Li ihn weg. Jeder, der mit ihm in Kontakt kam, hielt sich die Nase zu und lief davon. Niemand behandelte ihn freundlich.

Als die alte Frau all dies beobachtete, brachte sie den Bettler, ohne zu zögern, zu sich nach Hause. Dort ließ sie ihn Platz nehmen und brachte ihm das Essen, welches sie für sich zubereitet hatte. Danach sagte sie: „Bedienen Sie sich bitte!“ Der Bettler nahm die Schüssel und schlang das Essen schnell hinunter. Nachdem er sich den Mund abgewischt hatte, meinte er: „Alte Frau, Sie haben ein so mitfühlendes Herz, Sie verdienen eine gerechte Belohnung.“

Die alte Frau lächelte und antwortete: „Keine Ursache, es ist nicht der Rede wert!“

Der Bettler antwortete: „Nein, nein, nein, Sie verdienen eine Belohnung!“

Die alte Dame musterte den Bettler mitleidig und erkannte, dass er nichts außer einem Messer an der Taille hatte. Schließlich lächelte sie und meinte: „Sie sind noch armseliger als ich. Wie könnten Sie es mir je vergelten?“

Als der Bettler das hörte, ärgerte er sich nicht. Stattdessen klopfte er sich nur auf die Brust und meinte: „Sprechen Sie schon! Wollen Sie Gold oder Silber? Was immer Sie verlangen, ich verspreche es!“

Als die alte Dame dies hörte, fing sie an zu lachen und fragte: „Wirklich? Ich kann nicht glauben, dass Sie das, was ich benötige, verwirklichen können“.

Der Bettler ermutigte sie: „Sagen Sie es einfach!“

Langsam äußerte sich die alte Frau: „Selbst in meinen kühnsten Träumen will ich weder Gold noch Silber. Ich wünsche mir nur Wasser am Fuße des Berges, damit alle …“

(Bild: iStock, 1129062587/Volkantg)

Bevor sie ihren Satz beenden konnte, unterbrach der Bettler die alte Frau und verkündete: „Betrachten Sie es als erledigt.“ Er verbeugte sich vor der alten Frau, verließ ihr Haus und spazierte den Berg hinunter.

Die Frau folgte dem Bettler heimlich, und als er den Fuß des Berges erreichte, hielt er an. Während die alte Frau sich hinter einem Baum versteckte, konnte sie ihn aus der Ferne beobachten. Der Bettler saß eine Weile dort, zog schließlich das Messer aus seiner Hüfte und stocherte damit im Boden. Sofort brach eine Quelle aus dem Boden hervor. Er stach noch zwei weitere Male mit seinen übernatürlichen Kräften in den Boden und hinterließ somit drei Quellen.

Die alte Frau war erschüttert. Als sie sich von ihrem Schock erholte, war der Bettler spurlos verschwunden.

Seither dienen die Bergquellen vielen Generationen als lokale Wasserquelle, während die Geschichte von der freundlichen Handlung einer alten Frau mit einem Bettler uns daran erinnert, einander barmherzig zu begegnen.

Aus dem Englischen.

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