Drücken Sie „Enter“, um den Inhalte zu überspringen

Covid-19 in China: Wie viele Todesopfer gibt es nun wirklich? – Was Asche und Mobilfunkabmeldungen uns dazu sagen

Anfang 2020 sank in China die Zahl der Mobilfunknutzer innerhalb zwei Monate um 21,42 Millionen. (Bild: 329596252, Moving Moment – stock.adobe.com)

In den letzten Tagen tauchen immer mehr Berichte über manipulierte Covid-19 Zahlen des chinesischen Regimes auf. Indes gaben die 3 großen Mobilfunkanbieter China Mobile, China Unicom und China Telecom bekannt, seit Jahresbeginn 21Millionen weniger Nutzer zu haben. Und auch eine große Mengen an Urnen wirft eine ebenso große Menge an Fragen auf.

Sinkende Zahlen in Chinas Mobilfunknetz? – Ein Novum

In den Jahren 2018 und 2019 stieg die Zahl der Nutzer von China Mobile, China Unicom und China Telecom um 35 bzw. 149 Millionen Neuanmeldungen an.
In den ersten zwei Monaten des Jahres 2020 war die Anzahl der Mobilfunknutzer dieser drei Anbieter jedoch zum ersten Mal rückläufig – und das gleich um 21,42 Millionen.

Derart fallende Zahlen sind äußerst verwunderlich in einem Staat wie China, wo doch das Smartphone eine zentrale Rolle im täglichen Leben der Menschen einnimmt. Ein Großteil der Käufe wird zum Beispiel mit Hilfe von Apps wie „WeChat“ oder „Alipay“ abgewickelt. Laut einer Erhebung der Daten-Plattform Statista gibt es in China derzeit ca. 540 Millionen Nutzer mobiler Bezahlmethoden.

Die chinesische Führung begrüßt und unterstützt diese Entwicklung selbstverständlich, ermöglicht es doch umfangreiche Überwachungsmethoden. Eine SIM-Karte erhält man zum Beispiel nur mehr „im Austausch mit seiner Identität“ und so muss man sich beim Kauf einem Gesichtsscan unterziehen.

Die Tatsache, dass jeder Teilnehmer im Mobilfunknetz eindeutig identifiziert werden kann, ermöglichte natürlich auch neue Wege im Kampf gegen die Verbreitung von Sars-Covid-2.So mussten chinesische Bürger bei Kontrollen jederzeit in der Lage sein, einen von der App „WeChat“ generierten QR-Code vorzeigen zu können, der die angenommene Infektionswahrscheinlichkeit des Besitzers anzeigt.

Mögliche Ursachen für den Rückgang der Mobilfunknutzer

Ein Teil des Rückgangs könnte eventuell durch Wanderarbeiter verursacht worden sein, die oft ein Abonnement für den Ort ihrer Arbeit und ein weiteres für ihre Heimatregion haben. Viele könnten womöglich ihren Mobiltelefonvertrag in der Arbeitsregion gekündigt haben, da sie aufgrund der Maßnahmen gegen das Virus nicht wieder zu ihrem Arbeitsplatz zurückkehren konnten, so Chris Lane, Analyst bei Sanford C. Bernstein & Co. Doch das alleine kann diese hohe Zahl an Rückgängen nicht rechtfertigen.

Es wäre auch möglich, dass viele Chinesen es sich schlichtweg nicht mehr leisten konnten, für mehrere Telefone zu bezahlen und deshalb zusätzliche Zweit-Anmeldungen kündigten. Auf der anderen Seite wird gerade in Krisenzeiten der Aufrechterhaltung aller verfügbaren Kommunikationskanäle ein hoher Stellenwert beigemessen.

Eine andere Erklärung könnte sein, dass so gut wie keine Touristen mehr nach China reisen, die sich in der Vergangenheit oft eine chinesische SIM-Karte besorgten.

All dies können Mitgründe für einen Rückgang sein, jedoch höchstwahrscheinlich nicht der alleinige Faktor für 21 Millionen weniger Nutzer innerhalb von 2 Monaten.

Vertuschung von Zahlen und Unterdrückung kritischer Meldungen durch das Regime

Analysiert man den Umgang Chinas Führung mit dem Coronavirus und ihre starken Bestrebungen  alles so gut wie möglich zu vertuschen und vor der Öffentlichkeit zu verharmlosen, so drängen sich folgende Vermutungen unweigerlich auf:

Das Regime hat neben dem Shutdown der Städte höchstwahrscheinlich auch Kommunikationskanäle wie Mobiltelefone sperren lassen, um zu verhindern, dass unerwünschte Informationen an die Außenwelt gelangen. So wurden Videos von überlastetem Personal, die aufgrund der katastrophalen Situation in den Krankenhäusern mit zahlreichen Toten verzweifelten,  umgehend zensiert und verschwanden aus dem Internet. Ärzte, die sofort nach Auftreten der ersten Fälle dringlich vor der Krankheit warnten, wurden mundtot gemacht. Viele davon erlagen dem Virus später sogar selbst, wie Dr. Wenliang, der als erster auf das neuartige Virus hingewiesen hatte. 

Die fallende Anzahl an Telefonnutzern könnte aber vor allem auch ein Hinweis auf eine Vertuschung der tatsächlichen Todesfälle sein. Viele Menschen sind in den letzten Monaten in China gestorben. Zahlreichen Berichten von betroffenen Verwandten zur Folge, wurden viele Todesopfer zwar zuerst positiv auf Covid-19 getestet, nach dem Tod wurde aber eine andere Todesursache wie Herz- oder Lungenversagen angegeben. Diese Todesfälle scheinen somit alle nicht in den Covid-19-Statistiken auf. Die enorme Zahl an Mobilfunkabmeldungen könnte also mit einer weit höheren Dunkelziffer in Verbindung stehen.

Unzählige Urnen werden täglich in Wuhan ausgegeben

Ende März begannen die Bestattungsinstitute in Wuhan, Urnen mit der Asche der Covid-19-Toten an deren Familienangehörige zu übergeben. Die Menschenschlange bei der Ausgabe war enorm und viele mussten bis zu 30 Stunden auf die Überreste ihrer Angehörigen warten. Zensoren bemühten sich, die aufgetauchten Bilder davon rasch wieder vom Bildschirm verschwinden zu lassen. Bereits Mitte Februar wurde von investigativen Journalisten der Versuch unternommen, verdeckt Zahlen zu ermitteln, wie die Epoch Times Deutschland berichtete.

Menschen warten vor dem Hankou-Beerdingungsinstitut auf die Asche ihrer Familienangehörigen.

40.000 Todesopfer allein in Wuhan?

Epoch Times Deutschland berichtet von sieben Bestattungsinstitute mit Krematorien in Wuhan. Das Bestattungsunternehmen Wuchang informierte die Angehörigen, dass die Einrichtung sich bemühe, pro Tag 500 Urnen ausgeben zu können, um sicherzustellen, dass alle bis zum Qingming-Festival am 4. April verteilt werden können. An diesem traditionellen Feiertag der Chinesen wird den Vorfahren Ehre erwiesen. Vom 23. März an wären das dann insgesamt circa 6.000 Urnen.

Beim Bestattungsunternehmen Yushunshan liegt die Kapazität, nach Angaben eines Mitarbeiters, in etwa bei zwei Drittel von der in Wuchang. Daraus könnte man schließen, dass hier rund 4.000 Urnen zu verteilen sind. Vier weitere Bestattungsinstitute weisen etwa die halbe Kapazität von Wuchang auf. Hier  könnte man demnach von insgesamt 12.000 ausgegebenen Urnen ausgehen.

Das chinesische Wirtschaftsmagazin „Caixin“ berichtete am 26. März, dass das Bestattungsunternehmen Hankou innerhalb von 24 Stunden 5.000 Urnen gekauft hatte. Ein kurz danach getätigtes Foto eines Mitarbeiters zeigte jedoch nur mehr 3.500 Urnen im Lagerraum der Einrichtung. Dies legt den Umstand nahe, dass innerhalb dieser 24 Stunden ca. 1.500 Urnen ausgegeben wurden. Wenn das Unternehmen diesen Schnitt seit dem 23. März bis vor Qingming am 4. April beibehalten hat, wären hier sogar 18.000 Urnen verteilt worden.

Fazit: Insgesamt könnten diesen sieben Bestattungsunternehmen in Wuhan etwa 40.000 Urnen zugeordnet werden. Zählt man hier die durchschnittlich 131 “normalen“ täglichen Todesfälle ab, welche sich aufgrund einer Statistik von 2018 ergeben, so könnte es in den zwei Monaten der Abriegelung etwa 32.140 Covid-19 Todesopfer allein in Wuhan gegeben haben.

All diese Zahlen können uns leider keine konkreten Antworten darauf geben, wie viele Menschen in China dem Coronavirus bisher tatsächlich zum Opfer gefallen sind. In jedem Fall machen sie jedoch eines klar: die vom Regime publizierten Zahlen sind vom wahren Ausmaß wohl weit entfernt. Aber genau an diesen Zahlen hat sich der Rest der Welt orientiert und seine Maßnahmen dementsprechend gesetzt. Vielerorts musste man deshalb vom anfangs eingeschlagenen Weg abrücken, um Schlimmeres zu verhindern. Die Fehleinschätzungen haben viele Opfer gefordert und die Ausbreitung massiv beschleunigt. „The chinese Regime lied – People died“ ist zu einem traurigen Slogan in den sozialen Medien geworden. Dieses Thema wird uns noch lange beschäftigen und China sollte dafür zur Rechenschaft gezogen werden.

Gib den ersten Kommentar ab

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

*

code

Mission News Theme von Compete Themes.