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„Die Gleichheitsfalle“: Eine Verzerrung der Gerechtigkeit

Last updated on 18. Januar 2020

„Alle Menschen sind gleich und jeder Mensch soll gleich behandelt werden“ sind Prinzipien, die heutzutage in nahezu allen Lebensbereichen lautstark vertreten und als Schlüssel zur Gerechtigkeit präsentiert werden. Aber lautstark bedeutet nicht unbedingt wahr. Die folgenden Beispiele zeigen, wie der moderne Gleichheitsgedanke den Begriff von Gerechtigkeit verzerrt und zu Ungerechtigkeit führt. 

(Bild: iStock)

Gleichheit und Gerechtigkeit sind wichtige Begriffe und viel diskutierte Themen. Allerdings werden diese Begriffe im heutigen Alltag in verschiedenen Bereichen bis zur Unkenntlichkeit verzerrt und erzeugen so vor allem eines: Ungerechtigkeit.

Wenn ursprünglich in der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte („Alle Menschen sind frei und gleich an Würde und Rechten geboren“) oder der amerikanischen Unabhängigkeitserklärung („all men are created equal“) von Gleichheit gesprochen wurde, bezog sich der Begriff eigentlich auf die Gleichheit des Einzelnen vor Gott, dem Gesetz und den Institutionen des Staates. 

Im Alltag wurde „Gleichheit“ traditionell als „Chancengleichheit“ interpretiert, wobei klare Verständnisse zu Bemühen und Einsatz herrschten: „Wer mehr leistet, erhält mehr Anerkennung.“ oder „Für größeren Einsatz erhält man bessere Resultate.“

Heute hat sich der Gedanke „alle Menschen sind gleich und sollen gleich behandelt werden“ unter anderem auf das Bildungssystem, die Arbeitswelt oder auf Männer und Frauen ausgedehnt. Dabei wird verstärkt die „Gleichheit der Ergebnisse“ als Gerechtigkeit eingefordert. Jeder soll also die gleichen Resultate haben, ungeachtet der individuellen Eigenschaften oder des Einsatzes. 

Wenn man sich ins Bewusstsein ruft, wie unterschiedlich jeder Einzelne hinsichtlich seines Wesens, seiner Fähigkeiten, seiner Belastungsgrenzen, seinem Bemühen, sowie Sichtweisen auf verschiedene Situationen ist, scheint jeden gleich zu behandeln nicht nur wenig sinnvoll, sondern auch ziemlich ungerecht.

„Gleichheitsfalle“ im Bildungssystem

Jedes Kind bringt individuelle Talente und einen unterschiedlichen Grad an Intelligenz mit sich. Während „Chancengleichheit“ jedem Kind das Recht auf Bildung zuspricht, ist es nicht möglich, dass alle Kinder den gleichen Bildungserfolg erreichen. Während Studien zeigen, dass die Entwicklung von Intelligenz zwar auch vom Umfeld abhängt, ist ein wesentlich größerer Teil – Experten sprechen von bis zu 75 Prozent – genetisch bestimmt. Zusätzlich spielen, vor allem bei älteren Kindern, die eigene Disziplin und Motivation entscheidende Rollen beim Lernerfolg. 

„Nicht alle Kinder können gleich intelligent werden“, sagt Lernforscherin an der ETH Zürich Elsbeth Stern in einem Interview mit der Presse. Die Intelligenzunterschiede stufe sie aber nicht als etwas Negatives ein und verweist auf die Notwendigkeit von angepasster individueller Förderung.

„Wenn wirklich guter Unterricht angeboten wird, lernen alle Schüler dazu, aber bei anspruchsvollen Aufgaben werden die Unterschiede größer. Das ist aber kein Argument gegen eine Gemeinschaftsschule. Solange Schüler mit weniger guten Voraussetzungen grundlegende Kompetenzen erwerben, spricht nichts gegen große Leistungsunterschiede“, sagt sie weiter. 

Stern vertritt die Ansicht, begabtere Kinder müssten in den entsprechenden Fächern so früh wie möglich gefördert werden. Um einen Unterricht zu gestalten, von dem jedes Kind profitieren kann, muss dieser laut der Lernforscherin in gewissen Rahmen individuell gestaltet werden.

„Aus der Lernforschung lässt sich nicht ableiten, dass weniger begabte Kinder einen ganz anderen Unterricht brauchen als begabte. Die Lehrer müssen lernen mit den Unterschieden umzugehen, zum Beispiel indem sie ein breites Angebot an Übungsaufgaben machen“, erklärt Stern auch in ihrem 2007 erschienen Buch „Lernen macht intelligent: Warum Begabung gefördert werden muss“. Es sollte dabei auch betrachtet werden, dass nicht in jedem zukünftigen Beruf der Kinder dasselbe Bildungsniveau und dieselben Fähigkeiten gefordert sein werden. 

(Bild: Pinterest, https://www.pinterest.com/pin/438115869985439807/, accsessed: 13.01.2019)

Ein großer Fehler im Bildungssystem ist hingegen, das Gesamtniveau des Unterrichts zu senken, um auf diese Weise im Sinne der „Gleichheit“ den Durchschnitt, der das gesenkte Niveau erreicht, zu vergrößern. Ein solches Vorgehen wurde systematisch in den USA angewendet, als in den 1990er Jahren die Punktezahl für den SAT-Test (die Aufnahmeprüfung für die Hochschulen) neu festgelegt wurde. 

Seit Einführung der Prüfung im Jahr 1941 lag zum Beispiel die durchschnittliche Punktzahl der Sprachprüfung bei 500 Punkten (die Höchstpunktzahl betrug 800 Punkte). Als der Durchschnittswert in den 1990er Jahren jedoch auf 424 Punkte sank, wurden die erbrachten Leistungen neu definiert, sodass sie wieder den ursprünglichen 500 Punkte entsprachen, um den Ruf des Bildungssystems zu wahren. Dies hat dazu geführt, dass sich unter anderem die Lesefähigkeit in den USA immer weiter verschlechterte.

Das gesenkte Leistungsniveau hat dazu beigetragen, dass bis zu 44 Millionen Amerikaner, die einen Schulabschluss haben, zu „funktionalen Analphabeten“ gezählt werden. Das heißt, sie verfügen zwar über die grundlegendsten Lese- und Schreibfähigkeiten, sind aber nicht in der Lage sinnerfassend zu lesen oder komplexe schriftliche Anforderungen im Alltag oder der Arbeit zu erfüllen. 

Gleichzeitig hat sich aber auch das Gesamtniveau für alle gesenkt. John Taylor Gatto, Bildungsforscher in New York, kommentiert die Situation wie folgt:

„Nimm ein Mathematik- oder Sprachlehrbuch der fünften Klasse von 1850 in die Hand und du wirst sehen, dass die damals verfassten Texte das heutige Hochschulniveau darstellen.“ 

In Deutschland gibt es ähnliche Veränderungen. Eine Studie aus dem Jahr 2016 zeigt, dass die Senkung des Bildungsniveaus und die „Kultur des Durchwinkens“ merkliche Nachtteile beim Berufseinstieg oder beim Einstieg in Universitäten bringt:

„Trotz gestiegener guter Schulabschüsse steigt die Anzahl der jungen Menschen, die gleich zu Beginn einer Berufsqualifikation in Unternehmen oder Hörsälen mit fehlenden Grundlagenkompetenzen hinsichtlich Sprache und Mathematik zu kämpfen haben“, so die Autoren der Studie.

„Gleichheitsfalle“ in der Arbeitswelt 

Auch in der Berufswelt ist der Versuch „Gleichheit“ in den Vordergrund zu stellen vorherrschend. Es wird als gerecht angesehen, in dergleichen Position das gleiche Gehalt, die gleichen Boni und Vergünstigungen zu erhalten.

Genauso wie Kinder ihre individuellen Eigenschaften und Umstände mit sich bringen, ändert sich das auch bei Erwachsenen nicht. Auch die gleiche Ausbildung oder derselbe Tätigkeitsbereich, kann nicht mit demselben Wissen, denselben Fähigkeiten, denselben Einsatz oder denselben erreichten Arbeitserfolg gleichgesetzt werden. 

„Gleichheit und Gerechtigkeit sind nicht dasselbe. Denn Gerechtigkeit kollidiert immer mit Leistung. Nur die exakt selbe Leistung ist exakt gleich zu honorieren.“, schreibt Kurt W. Zimmermann in seinem Kommentar in der Handelszeitung zum Thema „Gleichheit in Berufen“. 

Seiner Einschätzung nach ist „gleicher Lohn nicht gerecht, nur politisch erwünscht“.Der Arbeitserfolg sowie Bereitschaft zu Überstunden und Hingabe zur Arbeit sollten laut Zimmermann mit in die Bezahlung einfließen.

„In vielen Firmen hat sich eingebürgert, dass alle Mitglieder eines Teams den gleichen Bonus bekommen, obschon einige im Team mehr zum Erfolg als die anderen beigetragen haben. Das ist Gleichbehandlung, aber ungerecht“, stellt Zimmermann fest. 

In einem Kommentar von academicworld beschreibt der Autor folgende Situation zu Vergünstigungen am Arbeitsplatz:

„Wenn ein Unternehmen einen Betriebskindergarten einrichtet, ist das sozial. Sollte man meinen. Denn schließlich ist das eine große Hilfe für alle Eltern, die in dem Betrieb beschäftigt sind. Zugleich werden mit einer solchen Einrichtung aber auch Privilegien für einen Teil der Belegschaft geschaffen, während der Rest leer ausgeht. Ist das so gesehen immer noch sozial?“ 

Der Autor wirft die Frage auf, ob es dann nicht einen Ausgleich für alle Nichteltern geben sollte, die von der Sozialleistung des Arbeitgebers keinen Nutzen ziehen und somit benachteiligt sind. 

Dasselbe Gedankenspiel ist möglich für gratis Parkplätze und den Teil der Arbeitnehmer, die kein Auto haben oder Kantinengutscheine für jene Arbeitnehmer, die aufgrund von diversen Nahrungsmittelunverträglichkeiten nicht in der Kantine des Arbeitsplatzes essen können. 

„Gleichmacherei ist unmenschlich, weil Menschen nicht gleich sind. Wir haben unterschiedliche Talente, Wünsche, Bedürfnisse, Neigungen, die uns als Person einmalig und einzigartig machen. Diese Einmaligkeit und Einzigartigkeit gilt es zu berücksichtigen, wenn wir einen Menschen ethisch einwandfrei behandeln wollen“, wird im Artikel von academicworld betont.

Auch am Arbeitsplatz, in einem Team, ist jeder Mensch individuell und einzigartig. (Bild: iStock)

Es sei zudem wichtig zu berücksichtigen, dass Menschen unterschiedliche Voraussetzungen mitbringen und dass „das Person-Sein“ in den Mittelpunkt des Miteinanders gestellt wird, nicht das Soziale, das immer häufiger als Gleichheit ausgelegt wird“. 

Um die Motivation in einem Team und einem Unternehmen hochzuhalten, wird „Gleichmacherei“ in einem Beitrag von DeinFokus10 als Bremse angesehen. Individuelle Anreize für Mitarbeiter werden als notwendig erachtet, um Motivation am Arbeitsplatz zu erhalten. 

„Es macht keinen Sinn zu versuchen, eine andere Person zu motivieren, indem man an Werte appelliert, die diese Person nicht hat“, sagt Steven Reiss, emeritierter Professor für Psychologie.

„Gleichheitsfalle“ Mann und Frau

Ein weiterer Bereich wo der Ruf nach „Gleichheit“ vehement vertreten wird, betrifft Mann und Frau. Laut dem modernen Gleichheitsgedanken sollen Männer und Frauen die gleichen Berufe ausüben, die gleichen Arbeitszeiten erfüllen und in ebenso vielen Führungspositionen sein. 

Aufbauend auf dem Grundgedanken der feministischen Theoretikerin Simone de Beauvoir „Man wird nicht als Frau geboren, man wird dazu gemacht“ gilt in der modernen „Gleichheit“, dass alle Unterschiede —außer den offensichtlichen äußeren Geschlechtsmerkmalen — zwischen Mann und Frau „nur kulturell bedingt“ seien.

Allerdings zeigen Studien und die Realität, dass trotz dem gleichen, freien Zugang zu allen Studienfächern viele technische Berufe immer noch Großteils von Männern ausgeführt werden. So zeigen aktuelle Zahlen aus dem Jahr 2019 des deutschen statistischen Bundesamtes, dass 85 Prozent der Informations- und Kommunikationstechniker oder 89 Prozent der Beschäftigten im Bereich Maschinen- und Fahrzeugtechnik nach wir vor Männer seien. 

Der Anteil von Frauen in IT-Berufen nahm trotz universitärer und politischer Versuche die „sozialen Normen und Erwartungen zwischen Männern und Frauen zu beseitigen“ nur um zwei Prozent zu, während in Maschinen- und Fahrzeugtechnik der Frauenanteil sogar um ein Prozent zurückging.

Im Gegensatz dazu arbeiten wesentlich mehr Frauen als Männer in Berufen wie Grundschullehrer, Kindergärtner oder im Pflegebereich.

Aber auch in der gleichen Berufswahl zeigen sich laut Paul Adams, emeritierter Professor für Sozialarbeit und Mitautor des Buches „Social Justice Isn‘t What You Think It Is“, signifikante Unterschiede zwischen Männer und Frauen: 

„Selbst in hochbezahlten Berufsfeldern wie Recht oder Medizin wählen Frauen überproportional viele menschenorientierte – und vor allem kinderorientierte und zugleich schlechter bezahlte – Bereiche wie Familienrecht statt Gesellschaftsrecht oder Pädiatrie und Allgemeinmedizin statt Chirurgie.“

Progressive Versuche die Anteile von Männern und Frauen in allen Bereichen anzugleichen und so „Gerechtigkeit zwischen den Geschlechtern“ zu schaffen, erscheinen aufgrund der vorhandenen Statistiken eher wie eine Maßnahme, sowohl Männer als auch Frauen in Berufe zu drängen, die sie von sich aus nicht frei wählen würden. Gleichheit und Gerechtigkeit werden verzerrt und würden zu einem ungerechten und freiheitseinschränkenden Resultat führen.

Genau dieses Problem zeigt sich in folgendem interessantem Paradoxon:Gerade in Ländern, wo Frauen weniger Gleichberechtigung zu gesprochen wird, wie beispielsweise Albanien, Algerien oder Indien absolvieren Frauen wesentlich häufiger technische Studien, als in skandinavischen Ländern, die als Paradebeispiel für Gleichberechtigung von Frauen gelten.  

Heinz Faßmann, österreichischer Minister für Bildung, Wissenschaft und Forschung, erklärt das Paradoxon im Standard wie folgt:

„In eher gleichberechtigten Ländern – die in der Regel reicher sind, wo es gute soziale Absicherungen gibt und die Lebenszufriedenheit meist höher ist – genießt man die entsprechende Freiheit, sich gemäß seiner Begabungen im Bestfach zu entfalten. Und das Bestfach ist im geschlechtsspezifischen Vergleich [bei Frauen] eben weiblich. Wenn Frauen in nordafrikanischen und muslimischen Staaten ihren Weg machen wollen, dann müssen sie ein Mint-Fach (Anmerkung der Redaktion: Mint-Fächer: Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik) studieren. Die Freiheit, ein Fach aus dem Bereich Geisteswissenschaften, Sozialwissenschaften oder Kulturwissenschaften zu wählen und dennoch Karriere zu machen, haben sie nicht oder eben seltener.“

Gijsbert Stoet, Psychologe an der Leeds Beckett University (UK), beschäftigt sich mit Geschlechtsunterschieden in der Bildung. Er sagt in einem Interview mit der Zeit ein „verrückter“ Vorschlag, um mehr Frauen für Mint-Studien zu begeistern wäre „negative Diskriminierung“:

„In Großbritannien könnte man die Studiengebühren für Frauen in Mint-Fächern abschaffen, in Deutschland, wo die Uni nichts kostet, könnte man Stipendien für Frauen einführen. Solche ökonomischen Anreize wirken. Aber soll man ein unfaires System schaffen, um vermeintlich faire Ergebnisse zu erzielen?“ 

Allerdings sind mittlerweile Stipendien und Förderprogramme, wie zum Beispiel das FemTech Programm oder Förderungen von Praktika spezifisch für Frauen in technischen Studien und Forschung im deutschsprachigen Raum keine Seltenheit mehr.  

Der moderne Gleichheitsgedanke wird auch in Beziehungen zwischen Mann und Frau propagiert. Keines der Geschlechter dürfe von „kulturell“ vorgegebenen männlichen oder weiblichen Eigenschaften eingeschränkt sein und sollen gleich behandelt und gleichgestellt werden. 

Die Realität sieht aber anders aus. Eine groß angelegte Studie aus dem Jahr 2019 bestätigte, was man aus zahlreichen Vorstudien und aus dem Alltag schon wusste: Männer und Frauen sind nicht gleich.

Die Studie zeigte, dass mit einer Wahrscheinlichkeit von 85 Prozent allein aufgrund persönlicher Eigenschaften und Verhaltensweisen einer Person festgestellt werden konnte, ob es sich um einen Mann oder eine Frau handelt. 

Wie auch schon in früheren Studien konnten Eigenschaften wie Sanftmütigkeit, Sensibilität, Ängstlichkeit, Sinn für Ästhetik und Offenheit für Veränderungen eindeutig häufiger Frauen zugeordnet werden. Im Gegensatz dazu konnten emotionale Stabilität, Dominanzverhalten, Pflichtbewusstsein und kritischen Betrachten von Veränderungen signifikant häufiger dem männlichen Geschlecht zugeordnet werden.

Dies stimmt mit den traditionellen Sichtweisen überein, dass Mann und Frau sich in ihren Eigenschaften ergänzen und unterstützen sollten, damit sie als Familie ein „starkes Ganzes“ werden können. 

Mann und Frau können sich durch ihren unterschiedlichen Eigenschaften ergänzen und als Familie zu einem „starken Ganzen“ werden. (Bild: iStock)

In der chinesischen Ying und Yang-Lehre heißt es, dass das männliche Yang einen Charakter von Stärke und Aufrichtigkeit hat, während für Yin, das Weibliche, Feingefühl und die Freundlichkeit charakteristisch sind. Dadurch wird ein harmonisches Zusammenleben erreicht, aber auch der Zustand der Gerechtigkeit und des Gleichgewichtes im Kosmos aufrechterhalten. 

Der moderne Gleichheitsgedanke versucht die Geschlechterrollen bis zur Unkenntlichkeit zu verzerren. Während Frauen und Männer gleichberechtigt sein sollen, führen die Versuche sie „gleich“ zu machen, indem sie die gleichen Berufe und die gleichen familiären Aufgaben erfüllen, sowie die gleichen Eigenschaften mit sich bringen sollen, zu Schwierigkeiten im Miteinander. 

Die Scheidungsrate und Anzahl von Alleinerziehenden sprechen für sich. Dies führt nicht zur gewünschten „Gleichheit“, sondern zu steigender Armut, Ungleichheit und Unsicherheit. Die schlimmsten Auswirkungen zeigen sich bei alleinerziehenden Frauen der Mittelklasse und Unterschicht, sowie deren Kinder. Hier kommt es zu einer Vergrößerung der Ungleichheit zwischen einzelnen Gesellschaftsgruppen und ist ein typisches Beispiel dafür, wie der moderne Gleichheitsgedanke den Begriff von Gerechtigkeit verzerrt und zu vermehrter Ungerechtigkeit führt.

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