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Impfstoff gegen Coronavirus auf dem Weg zu ersten klinischen Tests

Der erste Impfstoffkandidat gegen SARS-CoV-2 wurde in Rekordzeit entwickelt (Symbolbild). (Bild: iStock)

Ein möglicher Impfstoff gegen das neuartige Coronavirus SARS-CoV-2 wurde fertiggestellt. Das erstmals in der chinesischen Stadt Wuhan aufgetretene Virus droht zu einer Pandemie zu werden und Forscher auf der ganzen Welt sind eifrig auf der Suche nach Therapieformen und Impfstoffen. Nun gab das amerikanische Biotechnologie-Unternehmen Moderna bekannt, dass die erste Charge des Impfstoffes mit der Bezeichnung „mRNA-1273“ an das National Institute of Allergy and Infectious Diseases (NIAID) geschickt wurde. Die klinischen Tests sollen im April starten.

Das Biotechnologieunternehmen Moderna hat innerhalb weniger Wochen im Rahmen eines Immunisierungsprojekts einen Mikro-RNA basierten Impfstoffkandidaten gegen SARS-CoV-2 entwickelt. Die erste Charge des Impfstoffes wurde nun zu weiteren Tests an das National Insitute of Allergy and Infectious Diseases (NIAID) geschickt. 

Als erster Schritt muss nun laut dem Zulassungsverfahren  der FDA, der amerikanischen Behörde für Lebensmittel und Arzneimittelüberwachung Sicherheit des Impfstoffes gewährleistet werden. Dafür wird er in Phase I der klinischen Untersuchung an einer kleinen Gruppe von gesunden Freiwilligen getestet.

Laut The Wall Street Journal ist für den Impfstoffkandidaten „mRNA-1273“ geplant, die doppelte Dosis an 20 bis 25 gesunden Freiwilligen zu testen. Dabei wird auf mögliche unerwartete Nebenwirkungen, sowie auf das Ausmaß der Immunreaktion, geachtet.

Anthony Fauci, Arzt und Direktor des National Institute of Allergy and Infectious Diseases, rechnet damit, dass die ersten Ergebnisse im Juli oder August vorliegen werden. 

Fauci kann sich, sollten die Phase I Tests gut ausfallen, eine Beschleunigung des Zulassungsverfahrens als Notfallmaßnahme vorstellen. Dennoch meint er, dass der Impfstoff der Öffentlichkeit frühestens in 12 bis 18 Monate zur Verfügung stehen könnte. 

Möglicher Verkaufspreis für den Impfstoff

Der auf Mikro-Ribonukleinsäure (mRNA) basierende Wirkstoff könnte verhältnismäßig billig und schnell produziert werden. 

Der CEO von Moderna, Stephane Bancel, versprach in einem Interview mit Business Insider, dass sie für den Impfstoff keinen allzu hohen Preis verlangen würden. Eine genaue Zahl sei zwar noch nicht abschätzbar, aber laut Bancel würde der Impfstoff nicht teurer als andere Impfstoffe für Atemwegsinfektionen verkauft werden. 

„Wir sind uns bewusst, dass es um eine wichtige öffentliche Gesundheitsfrage geht und wir werden achtsam mit der Kostenfrage umgehen, sollte das Produkt zugelassen werden.“, sagt Bancel.

Als Orientierung: Der Impfstoff Prevnar 13 gegen Pneumokokken, die unter anderem eine Lungenentzündung auslösen können, kostet in Österreich zurzeit 108 Euro und in Deutschland knapp 80 Euro.

Abgesehen von der Firma Moderna arbeiten auch andere Unternehmen wie Gilead, GlaxoSmithKline, and Johnson & Johnson an der Entwicklung eines Impfstoffes gegen das neuartige Coronavirus SARS-CoV-2.

Obwohl es noch mindestens ein Jahr dauern wird, bis der Wirkstoff in der Öffentlichkeit eingesetzt werden könnte, ist die erste klinische Phase in Rekordzeit möglich gewesen. Im Vergleich dazu dauerte es 2002 beim Ausbruch von SARS in China ungefähr 20 Monate, bis der erste Impfstoff klinisch getestet werden konnte. 

Weitere Quellen: https://www.visiontimes.com/2020/03/03/modernas-coronavirus-vaccine-shipped-and-ready-for-testing.html

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