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Ingwer: Wie die Wunderknolle beim Abnehmen unterstützt und wie man sie selbst anbaut – Teil 2

(Bild: iStock)

Ingwer ist aus der gesunden Küche kaum mehr weg zu denken. Doch neben ihrem schärfenden Effekt für Currys und andere würzige Speisen, ist die Wunderknolle auch für ihre heilende Kraft bekannt, wie man in Teil 1 nachlesen kann. Das exotische Gewürz kann aber noch mehr: Die Inhaltsstoffe der asiatischen Wurzel machen die Wunderknolle zu einem richtigen Fatburner. Wer dabei auf lange Transportwege über den halben Globus verzichten will, erfährt hier, wie man die Ingwerwurzel mit ein wenig Geduld auf der eigenen Fensterbank kultivieren kann.

Ingwerwasser als Unterstützung zum Abnehmen

Das Trinken von Ingwertee und Ingwerwasser kurbelt den Stoffwechsel an, aktiviert somit die Fettverbrennung und zügelt gleichzeitig den Appetit. Die Scharfstoffe der Knolle helfen beim Entschlacken, indem sie die Durchblutung im gesamten Körper anregen. So unterstützt die  Ingwerwurzel beim Loswerden überschüssiger Kilos.

In der Kombination mit Zitrone stellt Ingwer die optimale Ergänzung zu einem Diätplan dar. Der hohe Vitamin-C-Gehalt der Zitrone bewirkt im Körper eine vermehrte Ausschüttung von Noradrenalin, wodurch der Körper angeregt wird, Fett aus den Fettzellen zu lösen. Durch das Trinken von Ingwerwasser mit Zitrone wird über die Noradrenalin-Ausschüttung die Darmbewegung angeregt und der Stoffwechsel in Schwung gebracht. Nebenbei liefert Ingwerwasser dem Körper zusätzlich wertvolle Mineralstoffe wie Calcium, Eisen, Natrium und Kalium und wirkt antibakteriell und antiviral. Daher ist es auch in der Erkältungszeit ein sehr beliebtes Hausmittel.

Es empfiehlt sich vor allem morgens –  am besten gleich nach dem Aufstehen – die Verdauung durch das Trinken von Ingwerwasser anzukurbeln. Danach sollen rund 2 Liter Wasser über den Tag verteilt getrunken werden. Ingwerwasser vor den Mahlzeiten zu trinken, unterstützt die Verdauung am effektivsten. 

Zubereitung Ingwerwasser mit Zitrone

  1. 2 Liter Wasser zum Kochen bringen lassen
  2. Ein Ingwerstück in Scheiben schneiden
  3. Ingwer mit siedendem (!) Wasser übergießen
  4. Ingwerscheiben in Wasser 20 Minuten ziehen lassen
  5. Vor dem Trinken Zitrone auspressen und Zitronensaft hinzufügen

Für ein kühles Ingwergetränk kann man den Ingwer-Zitronentee einfach abkühlen lassen.

Alternativ kann geriebener Ingwer verwendet werden, welcher schon nach 10 Minuten mit einem Sieb aus dem Wasser gefiltert werden kann. Wem das Schneiden der Knolle zu aufwendig ist, kann natürlich auch auf getrockneten Ingwer zurückgreifen, wobei der frische Ingwer deutlich mehr Nährstoffe enthält als in der getrockneten Variante. 

Wichtig: Die Ingwerwurzel sollte für die Zubereitung niemals geschält werden, da sich die ätherischen Öle der Wunderknolle vor allem unter der Schale befinden. 

Wenn man nicht unbedingt die Schale einer Knolle im Ingwerwasser haben möchte, die bereits über den halben Globus gereicht wurde, pflanzt man sich am besten selbst seine eigenen Ingwerpflanzen an. 

Was man beim Kauf von Ingwer beachten sollte

Einen frischen Ingwer erkennt man am leichtesten an seiner glatten Oberfläche. Die Knolle sollte sich dabei fest und prall anfühlen. Ingwerwurzeln mit einer schrumpelig wirkenden Oberfläche sind schon etwas betagt und können im Geschmack etwas holzig oder gar streng sein. Es empfiehlt sich hier besonders auf Bioprodukte zuzugreifen, da nur so sichergestellt werden kann, dass das Produkt frei von Pestiziden ist. In Anbetracht auf die Verwendung der Knolle für das Ingwerwasser samt Schale, ist das besonders wichtig. Alternativ kann man aber auch seine eigenen Pflanzen am Fensterbrett kultivieren. So wird’s gemacht:

Ingwer selbst am Fensterbrett anbauen

Benötigte Utensilien: 

  • Ingwerwurzel in Bio-Qualität (mit Vegetationsknoten)
  • Nährstoffreiche Blumenerde
  • Ein ca. 30 cm hoher Blumentopf mit Wasserabzugslöchern
  • Scharfes Messer
(Bild: iStock)

Vorgehensweise:

  • Die Ingwerwurzel in ca. 5 cm lange Stücke schneiden; jedes Stück sollte einen Vegetationsknoten haben, da sonst die Wurzel nicht austreiben kann;
  • Die Ingwerstücke über Nacht in warmes Wasser legen
  • Den Topf 2/3 voll mit Blumenerde füllen
  • Die Ingwerknolle mit ungefähr 2 cm Erde bedecken und die Erde leicht andrücken
  • Vorsichtiges Befeuchten mit lauwarmem Wasser, beispielsweise mit einer Sprühflasche
  • Für eine höhere Luftfeuchtigkeit den Blumentopf mit einer Frischhaltefolie bedecken; hierbei ist wichtig, eine kleine Öffnung zu lassen, damit die Pflanze nicht erstickt.
  • Den Topf mit Ingwer an einen hellen Ort stellen, aber wenn möglich nicht in die direkte Sonne
  • Die Pflanze täglich mit Wasser besprühen und ausreichend belüften, um Schimmel zu vermeiden.
  • Sobald die Pflanze austreibt (nach wenigen Wochen), die Folie entfernen, eventuell umtopfen und an einen sonnigen Platz stellen; im Sommer kann die Ingwerpflanze auch auf einen halbschattigen Platz am Balkon oder in den Garten übersiedelt werden.
  • Die Erde immer feucht halten.

Tipps: 

  • Das Frühjahr eignet sich als beste Zeit für den Anbau, also Februar oder März.
  • Statt einer Frischhaltefolie kann auch ein Plastiksackerl mit Löchern oder ein Glas verwendet werden, welches einfach verkehrt über den Topf gestellt wird. Egal ob Folie, Sackerl oder Glas: durch die Verwendung wird die Luftfeuchtigkeit gesteigert und ein Effekt ähnlich einem Gewächshaus wird erzielt.
  • Nach ungefähr 8 Monaten hat sich auch die unterirdische Knolle gut entwickelt und sie kann geerntet werden. Dass sie reif für die Ernte wird, erkennt man daran, dass im Oktober die Blätter der Pflanze gelblich werden und sich die Pflanze einzieht.
  • Für ein intensiveres Aroma darf die Pflanze auch erst im darauffolgenden Frühjahr geerntet werden.
  • Nachdem sich die Pflanze im Herbst einzieht, beginnt die Phase der Vegetationsruhe. Die Pflanze überwintert am besten in einem dunklen und kühlen Raum und sollte nicht mehr gegossen werden.

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