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KPCh-Propaganda mittels falscher „Positiver Energie“

Dieser Artikel wurde mit freundlicher Genehmigung von Bitter Winter zur Verfügung gestellt.

Nur „gute Nachrichten“ über das Negative zu berichten, ist zum gängigen Mittel der KPCh geworden, um die Wahrheit zu verbergen und die öffentliche Meinung zu manipulieren. Sei es bei Naturkatastrophen oder beim Ausbruch des Coronavirus.

Die Southern Metropolis Daily, die offizielle Zeitung des KPCh-Komitees der Provinz Guangdong, schmückte die Berichte über heftige Regenfälle mit Bildern der Architektur der Stadt (links). Die von Bewohnern auf sozialen Medien veröffentlichten Bilder waren jedoch beunruhigend (rechts).

Während sintflutartige Regenfälle und Überschwemmungen Anfang Juli Südchina verwüsteten und viele Einwohner in die Flucht schlugen oder das Leben kosteten, herrschten in den von der KPCh geführten Medien Harmonie und Ruhe. Die meisten Berichte über die aktuellen Nachrichten in diesen Medien wurden von „positiver Energie“ angetrieben – ein Konzept, das die KPCh auch im In- und Ausland anwendet. In starkem Kontrast dazu, veröffentlichen hingegen Privatpersonen in sozialen Medien Berichte, Fotos und Videos vom tatsächlichen Leid und Schmerz vor Ort. Jedoch nutzt das chinesische Regime diese irreführende „positive Energie“, um die öffentliche Meinung gezielt zu manipulieren.

Es gibt eine Fülle von Beispielen für solche Manipulationen. Am 11. Mai, nachdem durch heftige Regenfälle der Eingang einer U-Bahn-Station in Zhujiang New Town, dem Geschäftsviertel in Guangdong, blockiert wurde, konzentrierten sich die lokalen offiziellen Medien zum Beispiel auf die Berichterstattung über die Modernität und Schönheit des Viertels und nicht auf die Probleme, denen die Menschen aufgrund des Regens ausgesetzt waren.

Nachrichtenberichte, die auf dem Konzept der falschen „positiven Energie“ basieren, wurden und werden auch weiterhin von den Sprachrohren der KPCh verwendet, wenn sie über den Coronavirus-Ausbruch informieren, um Menschen mit Patriotismus zu indoktrinieren.

Als People’s Daily Online, das Sprachrohr der KPCh, am 28. Juni über den Anstieg des Wasserspiegels im Jangtse berichtete, illustrierte es den Text mit einer wunderschönen Seenlandschaft nach heftigen Regenfällen in der Stadt Xiangyan in Hubei (links). Ein Bild der Überschwemmungen von abuluowang.com (rechts).

Berichte über „null neue bestätigte COVID-19“-Fälle sind seit Februar beliebte Nachrichten in den staatlich kontrollierten Medien. Die Berichte lobten die Regierung dafür, dass sie den Ausbruch unter Kontrolle gebracht habe und prahlten über die wiedererlangte Arbeitsbereitschaft der Menschen in ganz China.

Im Februar berichtete ein lokales Medienunternehmen in der Ostprovinz Shandong über einen Coronavirus-Patienten, der gesund und fröhlich aus einem Krankenhaus entlassen und vom medizinischen Personal fröhlich verabschiedet wurde. Eine Regierungsquelle, die mit der Sachlage vertraut war, offenbarte dem Magazin Bitter Winter jedoch, dass es sich bei dem Patienten in den Aufnahmen um einen Mitarbeiter der lokalen Regierung handelt, der nie infiziert war. „Es war die Regierung, die diesen Propaganda-Auftrag erteilte und dessen Geheimhaltung befahl“, erklärte die Quelle. „Obwohl der Angestellte diese Rolle nicht spielen wollte, musste er jedoch zustimmen, um seine Aufstiegschancen nicht zu gefährden“.

Ein Reporter hält einen vorbereiteten Text in der Hand, den eine Gemeindemitarbeiterin in Wuhan, dem Epizentrum des Coronavirus-Ausbruchs, vorliest, um die KPCh im Fernsehen für die Eindämmung des Virus zu loben.

Der Bau von provisorischen Krankenhäusern in Wuhan aus vorgefertigten Materialien in Rekordzeit erregte weltweit Aufsehen und wurde auch von der KPCh zu Propagandazwecken genutzt. In den staatlichen Medien wurde wiederholt über die „positive Energie“ in diesen Krankenhäusern berichtet, wobei man medizinisches Personal und Besucher sah, die patriotische Lieder tanzten und sangen sowie die Regierung für ihre „klugen Entscheidungen“ lobten.

Ein Patient in einem der behelfsmäßigen Krankenhäuser teilte Bitter Winter mit, dass ein Fernsehteam am 27. Februar das Krankenhaus aufsuchte, um über Fälle zu berichten, in denen sich KPCh-Mitglieder im Rahmen ihrer Arbeit zur Eindämmung des Virus infizierten. Aber als die Patienten anfingen, sich über unzureichende Eindämmungs-Maßnahmen zu beschweren, zog das Fernsehteam aus dem Krankenhaus ab.

„Einige Leute wollten den Reportern von der prekären Situation ihrer Familien erzählen, um Hilfe bitten oder ihre Frustration darüber zum Ausdruck bringen, dass es unmöglich war, die Coronavirus-Hotline der Stadt zu erreichen“, sagte der Patient. „Das war jedoch nicht das, wonach die Reporter suchten“, sagte der Patient. Ihm zufolge sagten einige Patienten den Reportern ins Gesicht, dass Regierungsbeamte und die Medien „sich nicht um das Leben der Menschen kümmerten“.  Die Reporter weigerten sich jedoch, die für die regierende Partei ungünstigen Nachrichten zu verbreiten“, fügte die Quelle hinzu.

Ein Foto aus einem KPCh-Medienbericht über ein Krankenhaus in Wuhan. Im Gegensatz dazu die düstere Situation, wie sie auf dem Foto eines Patienten zu sehen ist (das Bild rechts stammt von Radio Free Asia).

Im Februar besuchte ein Bürgermeister, begleitet von einem Fernsehteam, ein Krankenhaus in der Provinz Shandong, um den Bediensteten seine Wertschätzung auszudrücken. Laut einer Quelle im Krankenhaus wurden die medizinischen Mitarbeiter für die Interviews im Vorfeld ausgewählt. Ihnen wurde aufgetragen, die Leistungen der Regierung bei der Bekämpfung der Epidemie zu loben und den Verantwortlichen für ihre Hilfe zu danken, die alle „sehr glücklich“ gemacht habe.

„Um zu vermeiden, dass etwas „Falsches“ gesagt werde, durften keine Patienten befragt werden“, erklärte die Quelle weiter. „Der Bürgermeister stellte, ohne die Patienten zu beachten, lediglich ein paar Fragen an das ihn umgebende medizinische Personal. Der anschließende Bericht handelte von Frieden und Glückseligkeit und von der Bürgernähe der chinesischen Führer. Solche Berichte sind allesamt gefälscht; keiner von ihnen entspricht der Realität“.

Im Mai drehte ein lokales Fernsehteam in Zibo, Shandong, eine Episode über einen dörflichen Parteisekretär. Er wurde gezeigt, wie er öffentliche Bereiche und Türen der Häuser der Dorfbewohner desinfizierte und später Gemüse an die Bewohner verteilte. „Ich schicke Ihnen mehr, wenn Sie damit fertig sind“, sagte der Sekretär freundlich in die Kamera.

Wie sich herausstellte, handelte es sich laut einem Mitglied des Fernsehteams, bei dem Desinfektionsmittel um reines Wasser, und der KPCh-Sekretär verteilte niemals Gemüse an die leidenden Dorfbewohner. Offenbar war dies nur eine weitere Masche, um die Menschen mit „positiver Energie“ zu täuschen und von den Problemen in der Realität abzulenken.

Wie sich herausstellte, handelte es sich laut einem Mitglied des Fernsehteams, bei dem Desinfektionsmittel um reines Wasser, und der KPCh-Sekretär verteilte niemals Gemüse an die leidenden Dorfbewohner. Offenbar war dies nur eine weitere Masche, um die Menschen mit „positiver Energie“ zu täuschen und von den Problemen in der Realität abzulenken.

Originalartikel: https://bitterwinter.org/propaganda-through-positive-energy/

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