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Taiwan zeigt dem kommunistischen China anderen Umgang mit Religionen

Repräsentanten aus USA und Taiwan während gemeinsamer Konferenz (Bild: visiontimes.com/screenshot/youtube)

In einer gemeinsamen Konferenz über Religionsfreiheit mit dem Titel „Ein zivilgesellschaftlicher Dialog zur Bewahrung der Religionsfreiheit im indopazifischen Gebiet“, stellten Repräsentanten aus USA und Taiwan dar, wie deutlich sich der Inselstaat in Glaubensfragen von China unterscheidet. Während Peking eine Politik der Zerstörung religiöser Identitäten betreibt, nimmt Taiwan diese offen an. Die Veranstaltung fand am 11. März 2019 in Taipeh statt.

Glaube in Taiwan

„Es gibt eine Straße, nicht weit von diesem Hotel entfernt, Xinsheng South Road, die von den Menschen „Die Straße zum Himmel“ genannt wird. Warum? Wenn Sie dort einen Spaziergang machen, finden Sie Glaubensstätten für Buddhisten, Muslime, Christen, Katholiken und Mormonen fast nebeneinander. An Sonntagen ist diese Straße gefüllt mit Gläubigen unterschiedlicher Religionen und doch legen sie Etiketten und Ideologien beiseite und tolerieren und akzeptieren sich gegenseitig. Die Religionsfreiheit ist zu einem zentralen Bestandteil unserer demokratischen Lebensweise geworden“, sagte Tsai Ing-Wen, taiwanesische Präsidentin, in einer Erklärung (Büro des Präsidenten der Republik China).

Yan Yingjie, Direktor der American Association for Taiwan, ist der Meinung, dass es im Indo-Pazifikraum nur sehr wenige Orte wie Taiwan gibt, die eine echte Verschmelzung verschiedener Kulturen und Überzeugungen darstellen. Zheng Haochang, ein Berichterstatter für aktuelle Angelegenheiten in den Vereinigten Staaten erklärte, dass die kommunistische Partei Chinas (KPCh) äußerst eifersüchtig auf die Demokratie und Religionsfreiheit Taiwans sei. In solch einem Ausmaß, dass sie sicherstelle, dass solche Themen nie in den lokalen Nachrichten diskutiert würden.

Xinsheng South Road in Taiwan – ein Platz unterschiedlicher Religionen (Bild: visiontimes.com/screeshot/youtube)

Sam Brownback, der US-Botschafter für internationale Religionsfreiheit, argumentierte, dass Taiwan von der chinesischen Regierung als Beispiel dienen könnte, um zu erkennen, dass Religionen keine Bedrohung für den Staat darstellen. In Hongkong hob er vor einigen Tagen die Notlage der uigurischen muslimischen Gemeinschaft der Region Xinjiang hervor und sprach die Möglichkeit an, dass Amerika Sanktionen gegen die Verantwortlichen verhängt. Interessanterweise wurden Brownback’s Aussagen von den meisten Medien in Hongkong nie veröffentlicht, was darauf hindeutet, dass die Region ihre Meinungsfreiheit unter der Herrschaft der KPCh verloren hat.

Chinas Pläne zur religiösen Sinisierung

Obwohl mehrere Länder Peking auffordern, seine Verfolgung von Religionsanhängern einzustellen, scheint die chinesische Regierung genau den entgegengesetzten Weg zu gehen. Sie hat einen Plan zur „Sinisierung“ von Religionen initiiert (also chinesisch zu formen), die als fremd gelten. Dazu gehören Islam und Christentum.

„Peking hält den arabischen Einfluss für gefährlich und glaubt, dass er vollständig aus dem Leben chinesischer Muslime eliminiert werden sollte… Außerdem will es chinesische Muslime von anderen muslimischen Ländern ausschließen. Mit anderen Worten, China versucht ihre muslimische Gemeinschaft zu isolieren, während es behauptet, Globalisierung zu begrüßen“, sagte Haiyun Ma, ein Geschichtsprofessor an der US-amerikanischen Frostburg State University, gegenüber DW.

In vielen muslimisch dominierten Regionen Chinas haben die Behörden mehrere Moscheen zerstört und die Verwendung von Arabisch beim Beten verboten. Während der diesjährigen Mond-Neujahrs-Feierlichkeiten wurde berichtet, dass viele muslimische Familien zum Abendessen eingeladen wurden und gebeten wurden, Schweinefleisch zu essen, was im Islam verboten ist. Peking versucht auch, die wöchentlichen Predigten der Geistlichen zu kontrollieren.

Eine zerstörte Moschee in China (Bild: visiontimes.com/screenshot/youtube)

Was das Christentum betrifft, so hat die KPCh den Vatikan bereits gezwungen, ihr die Befugnis zur Ernennung von Bischöfen in der offiziellen katholischen Kirche zu übergeben. Mit dieser Vereinbarung haben die Behörden mehrere christliche Gemeinden verfolgt, da sie nicht als offizielle Staatskirchen anerkannt sind. Die Regierung hat Gruppengebete in Häusern verboten. Bibelstudien wurden mit kommunistischen Ideologien durchzogen, um sicherzustellen, dass chinesische Christen am Ende mehr kommunistisch als christlich sind.

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