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Bedeutung von Licht zu Weihnachten

Last updated on 17. März 2021

(Bild: iStock, 1170127416/winyuu)

Ohne Licht wäre das schönste Fest des Jahres kaum vorstellbar. Sei es als Weihnachtsbeleuchtung, am Adventkranz oder als Friedenslicht – Licht soll die dunkle kalte Zeit erhellen und wärmen. Dabei ergaben sich verschiedene Traditionen.

Weihnachten ist heute der Geburt Christi gewidmet. Allerdings ereignete sich diese höchstwahrscheinlich nicht im Dezember, wahrscheinlich nicht einmal im Winter. Doch man wählte einst bereits vorhandene Feiertage für das Geburtsfest Jesu und widmete diesen kurzerhand um.

Lange vor den Weihnachtsbräuchen feierte man am 25. Dezember in vielen Ländern und alten Religionen das Fest der Wintersonnenwende, des Sonnengottes oder des Lichtes.

Obwohl der Feiertag schon lange davor dem Licht gewidmet war, gibt es mittlerweile auch hinter den derzeitigen Lichtbräuchen zum christlichen Weihnachtsfest eine lange Tradition. Für Christen symbolisiert das Licht, die Zuversicht, die mit Jesu Geburt in die Welt kam. Somit findet sich Licht in verschiedensten weihnachtlichen Traditionen.

Adventkranz

Die Idee des Adventkranzes geht auf den Theologen Johann Hinrich Wiechern zurück und war für die vielen elternlosen Kinder gedacht, die er betreute. Er wollte ihnen die Wartezeit auf das Weihnachtsfest etwas erleichtern. Ursprünglich hatte der Adventkranz 24 Kerzen, für jeden Tag eine. Die heiligen Sonntage wurden dabei mit größeren Kerzen erkenntlich gemacht. Nachdem die kleinen täglichen Kerzen nach und nach verschwanden, blieben nur die vier Sonntagskerzen erhalten.

Weihnachtsbeleuchtung

Manche lieben es schlicht, für andere kann es nicht umfangreich und bunt genug sein. Der Brauch der heutigen Weihnachtsbeleuchtung am Haus und im Vorgarten hat sich, aus den USA kommend, auch im europäischen Raum eingebürgert.

(Bild: iStock, 501289200/Pixel-68)

Dennoch dürfte diese Tradition auch einen noch früheren Ursprung im Norden Deutschlands haben. Mit beleuchteten Fenstern in der dunklen Jahreszeit wollte man den Bergleuten den Weg zur und von der Arbeit erhellen, da diese im Winter kaum Sonnenlicht zu Gesicht bekamen. Dabei wurden häufig geschnitze Figuren, mit jeweils einer Kerze in den Händen, ins Fenster gestellt.

Auch heute lassen die vielen Lichter die triste Zeit etwas leichter ertragen. Der zusätzliche Energieverbrauch, einer der Nachteile der umfangreichen Beleuchtung, wird mittlerweile durch den vermehrten Einsatz von Leuchtioden statt Glühbirnen erheblich verringert.

Weihnachtsbaumbeleuchtung

Seit dem 16. Oder 17. Jahrhundert wird der Weihnachtsbaum mit Lichtern geschmückt. Ursprünglich mit echten Wachskerzen, wurde diese Form ab 1880 von elektrischer Weihnachtsbaumbeleuchtung mehr und mehr abgelöst, da echte Kerzen doch auch ein nicht zu unterschätzendes Brandrisiko darstellten.

Man erzählt sich, dass Martin Luther die Idee des hell erleuchteten Weihnachtsbaumens etablierte. Zuvor war es unter Christen üblich sich während der Adventzeit für andere Christen durch eine Kerze im Fenster erkennbar zu machen. Gleichzeitig war es ein Zeichen des Willkommensseins.

Der beleuchtete Baum setzte sich unter den evangelischen Christen schneller durch, Katholiken verwendeten hingegen noch länger den unbeleuchteten Baumschmuck.

Übrigens hatte Edison, der Erfinder der Glühbirne selbst, 1880 erstmals seinen eigenen Weihnachtsbaum mit elektrischen Lichtern geschmückt. Den Stromgenerator dafür hatte er in seinem Keller stehen.

Friedenslicht

Ein noch relativ junger, doch bereits weit verbreiteter Brauch, ist das „ORF-Friedenslicht“. 1986 wurde diese Aktion vom ORF-Landesstudio Oberösterreich gemeinsam mit der ORF-Hilfsaktion „Licht ins Dunkel“ ins Leben gerufen. Dabei wird direkt in der Geburtsgrotte Jesu in Betlehem von einem Kind aus Oberösterreich das Friedenslicht entzündet und in einer Speziallampe nach Österreich eingeflogen. Am Heiligen Abend wird es dann in ganz Österreich von Mensch zu Mensch weiterverbreitet und soll an die frohe Botschaft des Weltfriedens durch Jesu Geburt erinnern. Mittlerweile wird das Friedenslicht auch weit über die Grenzen Österreichs in vielen anderen Ländern verteilt und auch hohen politischen und religiösen Würdenträgern überreicht.

Aufgrund der Corona-Pandemie konnte heuer kein österreichisches Kind das Licht entzünden. Diese Aufgabe übernahm diesmal ein einheimisches Kind aus Betlehem, welches das Friedenslicht nach Tel-Aviv zum Flugzeug nach Österreich brachte.

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