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Warum geistige Eigentumsrechte im Kommunismus nicht existieren

Der Diebstahl geistigen Eigentums wird in China nahezu gefördert. (Bild: iStock)

Im Gegensatz zu den USA hat China eine sehr schwache Erfolgsbilanz beim Schutz der Rechte des geistigen Eigentums (Intellectual Property, IP). Tatsächlich ist China dafür bekannt, gefälschte Produkte aller gängigen Marken herzustellen, und das vom Nachbau einer Handtasche bis zum Smartphone. Amerikanische Unternehmen verlieren jedes Jahr Milliarden von Dollar durch gefälschte Produkte, die in China hergestellt und weltweit verkauft werden.

Als die Kommunistische Partei in China an die Macht kam, wurden Ideen des Kollektivismus popularisiert. Die Idee des kollektiven Eigentums wurde propagiert. Das bedeutet, dass die Regierung das Recht hatte, sich buchstäblich alles zu Eigen zu machen, was ihre Bürger besitzen, wenn es zu Gunsten der Gesellschaft war. Infolgedessen wurde das Konzept der Schutzrechte in China nie wirklich gestärkt, bis die Regierung in den 1980er Jahren begann, kapitalistische Modelle zur Stimulierung der Wirtschaft zu erforschen. Heute hat China in der Theorie ein ziemlich gutes System von Schutzrechten. In der Praxis ist die Durchsetzung derer jedoch nach wie vor äußerst schwach.

Aktuelle Durchsetzung von IP-Rechten

US-Präsident Trump wirft China Verletzung der Urheberrechte im großen Stil vor und fordert fairen und wechselseitigen Handel. (Bild: iStock)

Der IP-Diebstahl wird derzeit von der chinesischen Regierung durch fehlende Sanktionen nahezu gefördert. Dies strenger zu sanktionieren wäre eine wichtige Maßnahme. Jedoch muss auch ein geistiges Umdenken bei den einzelnen Bürgern stattfinden. Daher wäre ein Diskurs über die öffentliche Idee von IP-Rechten äußerst wichtig. Der durchschnittliche chinesische Staatsbürger denkt primär nicht an die Schutzrechte, sondern ist darauf bedacht, das günstigere Angebot zu bekommen. Bei der Möglichkeit ein Knockoff-Produkt um 50 US-Dollar billiger zu bekommen, würden die meisten dieses billigere Produkt wählen. Viele Ladenbesitzer tendieren außerdem dazu, lieber ein gefälschtes Produkt zu einem niedrigeren Preis zu verkaufen, um mehr Umsatz zu generieren, als auf Marken und Qualität zu setzen. Dies sind grundlegende kulturelle Fragen, die überdacht werden müssen.
Im Westen respektieren die meisten Menschen im Großen und Ganzen die Rechte des geistigen Eigentums. Das illegale Streamen von urheberrechtlich geschützten Musikstücken oder Filmen, der Verkauf von gefälschten Produkten und so weiter wird als störend empfunden. In China sind das normale Dinge, die „jeder tut“. Solche Einstellungen können nur durch einen zweigliedrigen Ansatz geändert werden.

Mode-Ledergürtel mit gefälschtem Modell der bekanntesten Luxusmarken. China ist bekannt für seine Markenfälschungen. (Bild: iStock)

Erstens müssen strenge Gesetze durchgesetzt werden, die Strafen für die Herstellung von gefälschten Produkten vorsehen. Im heutigen China gibt es keine derartigen strengen Durchsetzungen. Die USA befinden sich derzeit gerade wegen dieses Problems in einem Handelskrieg mit China. Tatsächlich ist Präsident Trump ziemlich unnachgiebig, den Handelskrieg nicht zu beenden, solange China nicht zustimmt, die Urheberrechte und Patente amerikanischer Unternehmen zu respektieren.

Zweitens muss sich in China eine starke Zivilgesellschaft entwickeln. Wenn die Zivilgesellschaft stark ist, werden die freie Meinungsäußerung und der Ausdruck des Einzelnen gefördert. Dadurch rückt der Begriff der Individualität in den Vordergrund und nicht der des Kollektivismus. Folglich werden die Menschen ein größeres Bewusstsein für ihre Rechte, sowie einen Drang diese zu schützen, entwickeln.

Ursprünglicher Artikel: http://www.visiontimes.com/2018/11/25/why-intellectual-property-rights-cannot-exist-under-communism.html



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